Stendal (mr) l Der Fehler, warum mehrere Stendaler in den vergangenen Tagen eine Wahlbenachrichtung für die Wiederholung der Briefwahl erhalten haben, obwohl sie im Mai im Wahllokal gewählt hatten (Volksstimme berichtete), ist offenbar gefunden worden. "Der Fehler bei der neuerlichen Erstellung des Wählerverzeichnisses basiert auf einem technischen Fehler bei der Datenüberleitung", teilte Stadtwahlleiter Axel Kleefeldt mit.

Kleefeldt hatte angeordnet, dass die zehn Wähler, deren Briefwahlunterlagen für ungültig erklärt wurden und die in den Wahllokalen gewählt haben, nicht im Wählerverzeichnis der Wiederholungswahl aufgeführt werden dürfen. Bei der Generierung des neuen Wählerverzeichnisses aus dem Einwohnermeldeprogramm "muss es zu einer Überleitung von Daten gekommen sein, die von den Bearbeiterinnen zuvor gelöscht wurden", erläuterte der Stadtwahlleiter.

Das neue Wählerverzeichnis sei anschließend stichpunktartig überprüft worden. Kleefeldt: "Eine vollständige Überprüfung war angesichts des gesetzlich vorgegebenen Termins zur Versendung der Wahlbenachrichtigungen nicht mehr möglich."

Da das neue Programm durch den Softwarehersteller erst wenige Tage vor Ablauf der Versendungsfrist bereitgestellt werden konnte, seien die Arbeiten zur Erstellung des Wählerverzeichnisses unter einem hohen Zeitdruck erfolgt.

"Die stichpunktartigen Kontrollen ergaben keine Fehler, so dass die Mitarbeiterinnen davon ausgegangen sind, dass sämtliche Daten fehlerfrei übergeleitet wurden", teilte der Stadtwahlleiter gestern auch der Kommunalaufsicht mit.