Stendal (mr) | Die Hansestadt Stendal steht möglicherweise vor der Neuwahl für den Stadtrat. Grund dafür sind die Fälschungsvorwürfe bei der Wahl am 25. Mai, die noch Auswirkungen auf die Wiederholung der Briefwahl am Sonntag haben könnten.
Wahlleiter Axel Kleefeldt sprach von einer "sehr unsicheren Rechtslage". In der Vorwoche hatte die Polizei bei fünf Verdächtigen Wohn- und Büroräume durchsucht. Darunter auch beim CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Kühnel und dem bisherigen CDU-Stadtrat Holger Gebhardt.
Nach Volksstimme-Informationen ist bei 179 Briefwahl-Vollmachten für die Wahl im Mai ein hoher Teil der Unterschriften gefälscht worden. Sie waren von nur zwölf Bevollmächtigten eingereicht worden – erlaubt sind nur vier.