Seinen Namen auf Japanisch schreiben, kämpfen wie die Römer oder filzen wie die Langobarden - das alles war am Freitag in der Bismarker Grundschule möglich. Im Rahmen der "Nacht der Kulturen" standen insgesamt 23 Angebote bereit. Diese wurden von allen Altersgruppen, vom Kind bis zum Senior, wahrgenommen.

Bismark l "So sieht mein Vorname auf Japanisch aus", erzählt Arthur Brunau aus Büste. Nicht ohne Stolz hält der Zweitklässler ein weißes Blatt Papier in die Kamera. Drei "echte" Japanerinnen von der Universität in Magdeburg zeigten am Freitag im Rahmen der "Nacht der Kulturen" in der Bismarker Grundschule den Umgang mit den faszinierenden japanischen Schriftzeichen.

Seit 2008 werden die "Nächte" an der Grundschule vom Förderverein veranstaltet. Die vierte Auflage drehte sich um die Kulturen. Die Besucher konnten norwegische Teelichter oder venezianische Masken basteln, russisches Gebäck verkosten, Trommeln wie ein Afrikaner oder filzen wie ein Langobarde. "Insgesamt bieten wir 23 Stationen an", erzählte Fördervereinsvorsitzende Alexandra Tinneberg. "Das Thema steht seit einem Jahr und alle Vereinsmitglieder haben mit ihren Ideen dazu beitragen, dass wir eine so bunte Palette anbieten können." Als kleine Schwierigkeit erwies sich, ausländische Mitbürger mit ins Boot zu bekommen. Einzig eine vietnamesische Imbiss-Besitzerin aus Bismark erklärte sich bereit, das Essen mit Stäbchen zu erläutern.

An der "Nacht der Kulturen" beteiligten sich zahlreiche regionale und überregionale Institutionen und Einrichtungen. Die Buch-Autorin Sina Kongehl hatte extra zur kulturellen Nacht eine Geschichte verfasst, die sie vornehmlich den Kindern vorlas. Das Team des Bismarker JFZ präsentierte nicht nur Basteleien sondern sich selbst in neuen T-Shirts. Und die Bismarkerin Irmgard Pantel entführte nach Peru.

Der 42 Mitglieder zählende Förderverein der Bismarker Grundschule sorgte mit der "Nacht der Kulturen", das auch die vierte Auflage zu einem ungewöhnlichen und bemerkenswerten Angebot in der Region wurde. Und Vereinsvorsitzende Alexandra Tinneberg verriet am Rande der Veranstaltung sogar ihren Favoriten unter den 23 internationalen Angeboten: "Die Sache mit den japanischen Schriftzeichen finde ich schon sehr interessant." In zwei Jahren startet dann die fünfte Grundschul-Nacht. Auf das Thema darf man jetzt schon gespannt sein.

   

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