Stendal (bb) l Die Zwangsversteigerung der Wohnblöcke in Stendal-Süd verschiebt sich voraussichtlich auf das Jahr 2016, wie Gerichtssprecher Michael Steenbuck auf Anfrage mitteilt. Der ursprünglich für den 20. November vorgesehen Termin wurde vor kurzem verschoben, da einige Beteiligte nicht rechtzeitig geladen werden konnten (die Volksstimme berichtete). Darüber hinaus lag lediglich ein Verkehrswertgutachten vor, das vier Jahre alt ist.

Erstellung von Gutachten dauert sechs Monate

"Es wurde nun ein neues Gutachten in Auftrag gegeben", sagte Steenbuck. Es sei davon auszugehen, dass die Erstellung des Gutachtens rund ein halbes Jahr dauern werde. Danach gehe eine neue Einladung für einen Zwangsversteigerungstermin heraus. Da bei der ersten Einladung eine Spanne von sieben Monaten nicht ausgereicht habe, um Beteiligte aus dem Ausland zu erreichen, müsse man nun mit noch mehr Zeit rechnen, so Steenbuck. Mithin sei mit einem neuen Termin erst Anfang 2016 zu rechnen.

Verkehrswert lag 2010 bei vier Millionen Euro

Das bisherige Verkehrswertgutachten war von rund vier Millionen Euro als Wert der vier Wohnblöcke ausgegangen. Bei der Erstellung 2010 war noch ein größerer Teil der 434 Wohnungen vermietet. Die neuerliche Zwangsversteigerung wird von der Stadt betrieben. Es sind Grundsteuerforderungen aufgelaufen, wie die Stadt mitteilt.

Weitere Gläubiger sind die Stadtwerke sowie der Landkreis. Allerdings gehen die Forderungen nicht nur an einen Vermieter, sondern auch an Vorgänger.