Stendal (tp) l Die Temperaturen sinken und das Abstellen der Trinkwasserversorgung in Süd steht kurz bevor. "Die Trinkwasserversorgung kann gewährleistet werden bis der Wetterbericht Frosttemperaturen vorhersagt", informierte Stadtsprecherin Sandra Slusarek auf Anfrage der Volksstimme. Da wassergefüllte Leitungen dann durch Eisbildung zerstört würden, müssen dann die oberirdischen Leitungsteile vorher entleert und unterirdisch von der Hauptleitung getrennt werden.

In bislang zwei Fällen haben Bewohner aus Süd um vorübergehende Aufnahme im städtischen Notquartier am Hohen Weg gebeten. Zudem ist der Paritätische seit Monaten in Abstimmung mit der Stadt und den Stadtwerken Mietern bei der Suche nach einer neuen Wohnung und den Formalitäten beim Jobcenter behilflich. Auch Großvermieter hatten mit Informationsveranstaltungen für ihre Wohnungen geworben.

Dass die Gebäude der Raks AG von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten werden, scheint unabwendbar. Laut Stadt hat es keinen Kontakt mehr zu dem Vermieter oder einem Beauftragten gegeben. Auch eine Zahlung an die Stadtwerke sei nicht erfolgt.

Der Vermieter blieb den Stadtwerken monatelang Zahlungen schuldig. Zunächst wurden im Frühjahr Fernwärme und warmes Wasser abgedreht. Als die Außenstände schließlich bei rund 150000Euro waren, stellten die Stadtwerke im Juli das Trinkwasser ab.