Stendal l Die Kalkulation der Kindergarten-, Kita- und Hortbeiträge gestaltet sich für die Stadt Stendal äußerst schwierig. Dies sagte Torsten Mehlkopf, Amtsleiter Jugend, Sport und Soziales, diese Woche im städtischen Finanzausschuss. Geplant ist es, die Kindergartenbeiträge um 13 Euro anzuheben, die Kita-Beiträge zu senken und die Hortbeiträge beizubehalten (die Volksstimme berichtete).

Die Änderungen, die noch vom Stadtrat beschlossen werden müssen, beruhen auf aktuellen Berechnungen sowie auf der Intervention von Elternvertretern, die die Spanne zwischen Kita- und Kindergartenbeiträgen als zu hoch empfunden hatten. Für die Neukalkulation hat die Verwaltung die Kosten für die 16 in der Stadt bestehenden Einrichtungen addiert. Dabei konnten die Kosten der von der Stadt selbst betriebenen Einrichtungen exakt benannt werden, die der freien Träger mussten geschätzt werden, sagte Mehlkopf.

Bei Stadt und Kreis gibt es unterschiedliche Ansichten

Für letztere wurden die Zahlen für das Vorjahr zugrunde gelegt und mit einem Zuschlag von drei bis fünf Prozent belegt. Die Kostenprüfung obliege seit einem Jahr dem Landkreis. Dieser hat seit dem 1. August 2013 die Verantwortung für die Betreuungseinrichtungen übernommen, so Mehlkopf. Seinerzeit trat das neue Kinderförderungsgesetz (KiföG) in Kraft.

Nach wie vor sollen die Eltern 45 Prozent der Kosten über ihre Beiträge decken, die Stadt bezahlt 55 Prozent. "Gesetzlich sind wir nur zu 50Prozent verpflichtet", sagte Mehlkopf.

Mit dem Landkreis sei man sich noch nicht einig, wie künftig kalkuliert werde. "Der Landkreis möchte, dass jede Kindereinrichtung einzeln kalkuliert wird", sagte Mehlkopf. Das KiföG lasse sowohl die Einzel- als auch die Mischkalkulation zu. Allerdings würde eine Einzelkalkulation bedeuten, dass es in der Stadt 16 verschiedene Beiträge gibt. "Das wäre Chaos, das möchten wir verhindern", so Mehlkopf. Beispielsweise hätte der Färberhof mit seinem Betriebkindergarten gleich zwei unterschiedliche Beiträge in einem Haus.