Stendal l Wohlige Temperaturen, bei denen es üppig grünt. Wellen schlagen ans geflieste "Ufer". Strandliegen laden ein, sich zu entspannen. Wer es sportlicher mag, zieht nebenan im 25-Meter-Becken seine Bahnen, schwimmt im "Wildwasserkanal" gegen den Strom oder kommt beim Saunieren ins Schwitzen.

Damit all das reibungslos funktioniert, die Gäste der Altmark-Oase sich wohl fühlen und die im Keller untergebrachte Technik die Sommer-Sonne-Strand-Illusion so perfekt wie möglich machen kann, muss die Stadt in jedem Jahr für das nötige finanzielle Fundament sorgen. Ohne diese Zuschüsse wäre ein Sport- und Freizeitbad wie dieses nicht zu halten. Wenn Altoa-Geschäftsführer Marcus Schreiber das sagt, tut er es ohne schlechtes Gewissen.

Zwar ist die Summe von jährlich rund 600.000 Euro, die auch im derzeit diskutierten Altoa-Wirtschaftsplan für 2015 wieder an städtischen Zuschüssen zusammenkommt, nicht gerade klein. Doch sei das Bad in einem top Zustand, mit komplett sanierten Filteranlagen, einer Sauna, in die ebenso investiert wurde wie in den erweiterten Wasserspielplatz im Außenbereich.

Hinzu kommt das Engagement der zwölfköpfigen Altoa-Mannschaft, das Garant zum Beispiel für stetig steigende Gästezahlen ist. "2004 waren das 115.000, im vergangenen Jahr 137.000 Gäste", sagt Schreiber. Zahlen, die sich auch im Umsatz des Bades niederschlagen. Der stieg in den vergangenen zehn Jahren um 160.000 Euro auf 970.000 Euro, die am Ende dieses Jahres zu Buche stehen.

"So kann es weitergehen", hofft Altoa-Chef Schreiber und weiß diese Hoffung auch zu begründen. Zum Beispiel in einem umfangreicheren Shop-Angebot, in Kursen, die sein Team den gesundheitsbewussten Gästen vom Baby- bis zum Seniorenschwimmen anbietet und in erweiterten Sauna-, Aquafitness- und Reha-Sport-Angeboten. Trotzdem würden auch im Altoa im kommenden Jahr höhere Betriebskosten zu erwarten sein, sagt Marcus Schreiber. Unter anderem sollen sie durch ein Anheben der Eintrittspreise aufgefangen werden. "Wir werden die Preise um etwa vier Prozent anheben müssen. Ich meine, das ist vertretbar. Wenn wir ein Sport- und Freizeitbad auf diesem Niveau für die Stendaler und die Gäste aus dem Umland erhalten wollen, sind wir auch auf dieses Geld angewiesen."

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