Arneburg/Billberge l Der Abschnitt des Elberadweges zwischen Arneburg und Billberge ist marode und Bedarf dringend einer Sanierung. "Zwei Radtouristen teilten uns in diesem Jahr schon mit, dass sie dort gestürzt seien. Es stimmt uns sehr traurig, wenn wir diesen Weg in einem solchen Zustand anbieten müssen", berichtet Evelyn Jordan, Leiterin des Arneburger Tourismusbüros.

Auf der Liste der Bauvorhaben der Stadt Arneburg steht die Sanierung des Radwegabschnitts ganz oben. Uneinigkeit über die Höhe der Fördermittel vom Land sorgt aber dafür, dass das Vorhaben noch nicht umgesetzt werden konnte. Einig sind sich die Mitglieder des Arnebuger Stadtrates darin, dass sich die Stadt den Ausbau des Weges nur leisten kann, wenn das Land Sachsen-Anhalt dieses Projekt zu 80 Prozent fördert. Bliebe der Stadt ein Eigenanteil von 20 Prozent. "Alles andere können wir uns nicht leisten", erklärt Bürgermeister Lothar Riedinger. Er wies bereits mehrfach darauf hin, dass der Elberadweg ein touristischer Radwanderweg von bundesweiter Bedeutung ist. Schon deshalb erwarten die Arneburger einen größeren Anteil an Fördergeld. Vom Land wurden bislang 60 Prozent zugesagt. "Damit sind wir nicht einverstanden. Wir haben Widerspruch eingelegt. Eine neue Mitteilung haben wir noch nicht", so Riedinger.

"Wir sind sehr traurig darüber, dass trotz der Radtour des Wirtschaftsministers im Sommer kein besserer Bescheid herausgegeben wurde", erklärt Evelyn Jordan. Für die Touristen, die auf dem maroden Radweg gestürzt sind oder mit anderweitigen schlechten Erfahrungen diesen Abschnitt fuhren, bedeute dies mit großer Wahrscheinlichkeit, dass sie bei ihrer nächsten Tour auf der anderen Elbseite bleiben, vermutet die Tourismusbüro-Leiterin. "Das wollten wir ja gerade nicht erreichen."

Da ein Teil der mehr als vier Kilometer langen Verbindung zwischen Billberge und Arneburg im Bereich der Stadt Tangermünde liegt, ist sie in die Lösung der Problematik von Beginn an involviert. 56 000 Euro hatte die Kommune bereits in diesem Jahr in ihren Etat eingestellt, um bei 80-prozentiger Förderung durch das Land den Eigenanteil leisten zu können. Fast eine Million Euro würde der Ausbau nach ersten Schätzungen kosten.

Auch Tangermündes Tourismusbüroleiterin kennt die Sorgen um diesen Abschnitt des Elberadweges. "Bei der Beurteilung des Weges kommt dieser Abschnitt besonders schlecht weg", sagte Regine Schönberg.