Tangermünde/Bölsdorf (aho) l Zum 22. Dezember sollte die Landesstraße L31 zwischen Tangermünde und Bölsdorf freigegeben werden. Allerdings bereitet der "Einbau der Deckschicht auf der freien Strecke gegenwärtig Probleme, da derzeit die für den Asphalteinbau erforderlichen Einbautemperaturen nicht gegeben sind", erklärte jetzt Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Regionalbereich Nord, auf Nachfrage.

Weiter sagte er: "Sollten die Witterungsbedingungen keinen positiven Verlauf nehmen, werden durch die Straßenbauverwaltung Möglichkeiten untersucht, die eine provisorische Befahrbarkeit der Strecke dennoch zulassen." Darüber werde "zeitnah" informiert.

Zum weiteren Baubetrieb auf der Strecke zwischen beiden Orten erklärte er: "Die Arbeiten am Ausbau der Landesstraße zwischen Bölsdorf und Tangermünde sind weiter vorangeschritten. Im Bauabschnitt Tangermünde-Wiesenhaus wird in dieser Woche das Fahrzeugrückhaltesystem gestellt." Gemeint sind damit die Leitplanken. "In der kommenden Woche erfolgen die Komplettierungsarbeiten am Radweg."

Alte Brücke ist abgerissen

Damit seien dann die Arbeiten in diesem Bauabschnitt mit Ausnahme der Fahrbahnmarkierung beendet.

Außerdem sei bis Jahresende der Rückbau der alten Brücke über den Tanger nahe dem Wiesenhaus abgeschlossen, sagte Krüger. Ein Blick vor Ort zeigte, dass von der Brücke schon jetzt nichts mehr zu erkennen ist. Lediglich die alten Straßenmarkierungen lassen noch erahnen, dass hier einst die Straße in Richtung Wiesenhaus verlief.

Zum Abschnitt zwischen Bölsdorf und Wiesenhaus berichtete der Regionalbereichsleiter: "An der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wird auf Hochtouren gearbeitet." Es sei geplant, bis Weihnachten das Geländer auf der vor dem Ortseingang errichteten kleinen Brücke, die Leitplanken und die Deckschicht auf der freien Strecke einzubauen.

Seit Juli müssen die Autofahrer, die nach Bölsdorf wollen, einen weiten Umweg über Demker und Weißewarte fahren. Mit der Freigabe dieser neuen Strecke sind alle der Hoffnung, dass bei dem nächsten "normalen" Hochwasser dennoch die kurze Strecke genommen werden kann. Das Problem in der Vergangenheit bestand darin, dass die Straße zwischen beiden Ortschaften ab einem bestimmten Elbpegel überflutet wurde. Auch dann musste der weite Umweg genommen werden, allerdings nie für mehrere Monate.