Mit mehr als vier Wochen Verspätung wird am Donnerstag, 11. Dezember, die Ortsdurchfahrt Buch in Richtung Jerchel wieder frei sein. Fehler im Tiefbau führten unter anderem zu den Verzögerungen.

Buch l Noch im Oktober war der Landkreis als Auftraggeber des Straßenausbaus davon ausgegangen, die Straße in Buch könnte zum 10. November freigegeben werden. Mittlerweile ist die erste Dezemberwoche vorüber und noch immer versperrt die Baustelle den Weg. Gestern wurde allerdings die Deckschicht aufgebracht. Mehr als zehn Mitarbeiter der Baufirma waren vor Ort. Zeitgleich waren sie damit beschäftigt, Fußwege und Zufahrten zu pflastern.

Zu dieser Verzögerung war es unter anderem gekommen, weil Borde und damit auch die Gosse in falscher Höhe eingebaut worden waren. "So, wie man es aus einem schlechten Film kennt: Es wird gebaut und am Ende treffen zwei Abschnitte in verschiedenen Höhen aufeinander", sagte ein Bucher gestern vor Ort. "Aber nun sieht es ja so aus, als ob doch noch alles gut wird."

"Die Mehrkosten trägt nicht der Landkreis"

Angela Vogel, Sprecherin des Landkreises

Von der Pressestelle des Landkreises Stendal klingt die Erklärung zur fehlerhaften Bauausführung so: "Auf beiden Seiten der Einmündung der Straße Richtung Jerchel mussten etwa 15 Meter Gosse (zusammen etwa 30 Meter) wieder aufgenommen werden, weil die Höhenlage der Gosse nicht gepasst hat. Die Mehrkosten für den Abriss und den Neubau der 30 Meter Gosse trägt nicht der Landkreis. Ob in diesem Zusammenhang höhere Schülerbeförderungskosten anfallen, wäre noch zu klären."

Amtsleiter Thomas Müller erklärte gestern auf Nachfrage, dass sich der Landkreis nicht in die fehlerhafte Ausführung einmischen werde. "Das müssen das Planungsbüro und die Baufirma unter sich klären."

Am Montag würden nach seinen Worten die Restarbeiten links und rechts der Straße erfolgen, so dass am Dienstag mit den zuständigen Ämtern die Abnahme stattfinden könne. Am Donnerstag, so sagte Thomas Müller, würde dann die Bucher Dorfstraße wieder in Richtung Jerchel freigegeben werden.

Geradeaus in Richtung Schelldorf sei es nicht mehr möglich, die Straße zu öffnen, da hier bereits Tiefbauarbeiten begonnen hätten. Da die Baufirma über den Jahreswechsel Urlaub hat und niemand weiß, ob und mit welchen Temperaturen der Winter sich künftig zeigen wird, könne derzeit auch niemand sagen, wann die Arbeiten am Abschnitt Kreuzung bis Ortsausgang in Richtung Schelldorf fortgesetzt werden. Die Kosten für beide Abschnitte - den jetzt fast vollendeten und den noch geplanten - belaufen sich (ohne den jetzt entstandenen Mehraufwand) auf mehr als 900 000 Euro. Landkreis, Stadt Tangermünde und Stadtwerke Tangermünde tragen diese. Anwohner müssen sich ebenfalls beteiligen.

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