Das Thema Müll ist ein sensibles und manchmal auch ein die Gemüter erregendes. Was manchem Ostaltmärker dieser Tage die Adventslaune verhagelt, ist die Umstellung vom gelben Sack auf die gelbe Tonne.

Bekanntlich soll Ersterer, also der Sack, durch Letztere, also die Tonne, ersetzt werden. Klingt ganz simpel. Ist es augenscheinlich aber nicht. Da werden Tonnen geliefert, wo Container hinsollten, oder zuwenige Tonne aufgestellt, wo mehr hingehörten, oder auch anders herum oder Gehwege mit gelbgedeckelten Containern verziert oder...

Nicht schön, sicherlich auch ärgerlich, aber das lässt sich alles reparieren. Nennen wir es mal Anlaufschwierigkeiten. Bis zum Jahresende dürften die erledigt sein - hoffentlich. Kost` ja nix, jedenfalls nicht den zur Verpackungsmüllentsorgung genötigten Bürger.

Denkste. Gesetzt den Fall, er, also der Bürger, kann aus objektiven Gründen weder die bullige Tonne noch den voluminösen Container nutzen, dann darf er ab dem 1. Januar doch wieder Säcke packen. Nur sind die dann nicht mehr gelb, sondern transparent und vom Bürger selbst zu kaufen.

Klartext: Um den Verpackungsmüll wieder loszuwerden, den man überhaupt nicht haben wollte, baue man Häuser mit Gelbe-Tonne-breiten Türen und mit Höfen, die der Behälterflut genügend Platz bieten. Und man achte darauf, dass man bis ins hohe Alter gesund und kräftig genug bleibt, um Tonne oder Container auch bewegen zu können. Wenn nicht, dann bleibt nur der Weg in den Drogerie-Markt, um sich mit transparenten Säcken einzudecken, bezahlt aus der eigenen Tasche.

Kann es sein, dass da irgend etwas schiefläuft im Leichtverpackungs-Entsorgungssystem des Landkreises Stendal?