Stendal (ge) l Würde eine Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft im Landkreis Stendal sinnvoll sein? Während der Diskussion über das neue Abfallwirtschaftskonzept 2015 bis 2020 im Kreisausschuss des Stendaler Kreistages stellte Ausschussmitglied Lars Schirmer (SPD) diese Frage.

Eine erste Antwort kam von Rüdiger Oetjen-Dehne, Geschäftsführer der Berliner Firma, die das Konzept im Auftrag des Landkreises erarbeitet hat: "Ich sehe für den Landkreis Stendal da keine Notwendigkeit." Diese Frage hätte sich bei der Erarbeitung des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes "nicht aufgedrängt". Vergleiche mit dem Abfallwirtschafts-Eigenbetrieb im Altmarkkreis Salzwedel würden nicht weiterführen, da der aus einer ganz anderen Ausgangsposition heraus entstanden sei. Er, so Oetjen-Dehne, würde dem Landkreis abraten, in so ein Modell "jetzt neu einzusteigen".

Schirmers Nachfrager, ob es eine diesbezügliche Studie gebe - er habe "so etwas gehört" -, verneinten sowohl Landrat Carsten Wulfänger (CDU), als auch sein erster Stellvertreter Denis Gruber (SPD), in dessen Verantwortungsbereich die Abfallwirtschaft fällt. Weder in der Kreisverwaltung noch in der ALS Dienstleistungsgesellschaft gebe es so eine Studie, noch sei sie von Landkreis oder der ALS in Auftrag gegeben. Es könne sich bei derartigen Aussagen nur um Gerüchte handeln.