Stendal (bb) l Die vorhandenen Kita-Plätze in Stendal werden nicht ausreichen, um die zu erwartenden Kinder von Asylbewerbern unterzubringen. Diese Information hat die Stadtverwaltung in dieser Woche herausgegeben. Der SPD-Stadtrat Herbert Wollmann hatte in der November-Sitzung des Stadtrates Fragen zum Thema an die Verwaltung gestellt. Die Antworten hierzu liegen auch der Volksstimme vor.

Es könne angesichts der steigenden Zahlen von Asylbewerbern in der Stadt nur das Ziel sein, diese Kinder in bestehende Einrichtungen zu integrieren. Hierzu gäbe es Gespräche mit den unterschiedlichen Trägern, so die Verwaltung. Eine reine "Asylbewerber-Kita" werde von der Verwaltung abgelehnt, auch werde keine zusätzliche Kita in der Stadt gebaut werden.

"Mich erstaunt die Antwort, dass es nicht gelingt, genügend Plätze zur Verfügung zu stellen", sagte Wollmann der Volksstimme.

Wie berichtet, wird die Linkspartei einen Antrag in die Stadtratssitzung am Montag einbringen. Dieser soll von der Verwaltung einen Maßnahmekatalog abfordern. Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es einen vom Landkreis organisierten Verwaltungsarbeitskreis, der sich mit den Themen Kita, Hort und Schule beschäftigt. In den Schulen reichen die Kapazitäten nach Angaben der Stadt aus. Grundschüler werden auf die Gagarin-, die Stadtsee- und die Petrikirchhofschule verteilt. Für die Unterbringung und die Frage der medizinischen Versorgung liege die Verantwortung beim Landkreis, so die Stadt.

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, wird für die kommenden Monate jeweils mit 60 neuen Asylbewerbern im Landkreis zu rechnen sein.