Man kennt es aus der Werbung eines schwedischen Möbelladens: das Weihnachtsbaumwerfen - auch Knut genannt. Einen daran angelehnten Wettbewerb gab es nun erstmals in Stendal auf dem Sportplatz am Galgenberg. 85 Teilnehmer waren in verschiedenen Disziplinen dabei.

Stendal l Schon vor 20 Jahren lernten die Stendaler Leichtathleten bei einem Besuch bei schwedischen Sportsfreunden den dort landestypischen Brauch des Weihnachtsbaumwerfens kennen. Nach längerer Überzeugungsarbeit im Präsidium des Stendaler Leichtathletikvereins `92 konnte Ehrenpräsident Siegfried Wille seine Mitstreiter überzeugen - und so fand am Montagnachmittag im Stadion "Am Galgenberg" die Premiere des Stendaler Weihnachtsbaumwerfens statt.

Geht es nach Siegfried Wille, der die Organisation übernommen hatte, sollen weitere folgen. Denn aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Sportwettkämpfen weiß er: So eine neue Veranstaltung läuft etwas kleiner an, wird bekannter und geht ab der dritten dann so richtig los. Sein Fazit war aber auch für die Premiere äußerst positiv: "Ich bin mehr als zufrieden." Lediglich mit dem Weihnachtsbaum-Verbrennen hatte es noch nicht so geklappt: "Das hätten mehr Bäume sein können."

Vorgestern kamen viele Kinder und Erwachsene, darunter auch Nichtmitglieder des Vereins - insgesamt 85 Teilnehmer. Jugendliche und Erwachsene ab dem 16.Lebensjahr konnten sich im Weihnachtsbaum-Hochwurf (ein- oder beidhändig) und Weihnachtsbaum-Weitwurf (einhändig wie beim Speerwerfen) messen. Für Kinder gab es die Wettbewerbe Säckchen-Zielwurf und Kerzen-Auspusten. Gewertet wurde getrennt nach Geschlechtern. Für die Erst- bis Drittplatzierten jeder Disziplin gab es Urkunden sowie einen flüssigen (Erwachsene) oder essbaren "Pokal".

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