Er gehört zu denen, die auszogen, ihre Erfahrungen in anderen Regionen und Ländern machten. Inzwischen ist Martin Krollmann ist (32) zurück, sein eigener Chef und ist wiederholt im Gault Millau vertreten. Die zweite altmärkische Adresse im Restaurantführer ist das Schloss Storkau.

Stendal l "Allen wird vermittelt, dass sie im Atrium willkommen sind." So urteilen die Verfasser des renommierten Restaurantführers Gault Millau in ihrer 2015er Ausgabe. Immerhin 13 von 20 Punkten hat der Stendaler Gastronomiebetrieb um Chef Martin Krollmann erhalten. Das Atrium ist seit einem guten Jahrzehnt eine feste Adresse in der hiesigen Restaurantlandschaft, doch mit Martin Krollmann weht in dem Innenstadtlokal wieder ein frischer Wind.

Neustart als Küchenchef in Stendaler Innenstadtlokal

Im März 2012 kam der gebürtige Stendaler nach zahlreichen Station im In- und Ausland wieder in seine Heimatstadt zurück und begann zunächst als Küchenchef. Im Folgejahr hat sich das Team um die Aufnahme im Restaurantführer bemüht, mit Erfolg und konnte in diesem Jahr die Bewertung steigern. Das freut nicht nur das Team, sondern auch Martin Krollmann, der nicht mehr nur Chef der Küche, sondern inzwischen Inhaber des Atriums geworden ist.

Viel geändert hat sich für den Stendaler nicht, nur dass er nun auch Verantwortung für seine sieben Mitarbeiter hat. "Ich habe von Anfang an so gearbeitet, als wäre es mein Restaurant. Hier arbeiten Fachkräfte, die ihr Handwerk gelernt haben. Gute Ausbildung ist die Grundlage für Gastronomie", sagt der Unternehmer. Deshalb kann er jedem nur empfehlen, die Welt und damit auch die Küche verschiedener Region kennenzulernen. Mit den Erfahrungen, die Krollmann seit seiner Ausbildung 1998 in der Schweiz, Österreich, Sternerestaurants in Deutschland oder auch im Fürstentum Lichtenstein sammeln konnte, führt er nun sein Restaurant.

In der Altmark hat er zwar keine Fürsten, Schauspieler oder Präsidenten zu Gast, aber es gibt Standards, die überall ihre Berechtigung haben. Dabei spielt nicht nur eine gute Küche oder eine freundliche Bedienung eine wichtige Rolle. "Ich muss dem Gast auch etwas empfehlen können. Essen gehen sollte ein Erlebnis für Gaumen und Seele sein", sagt der Stendaler. Im Restaurant Atrium trifft mediterrane Küche mit französischen und italienischen Einflüssen auf regionale Produkte, die sich im Laufe der Jahreszeiten ändert. Zum Essen gibt es auch den passenden Wein, die leckere Schokolade und kann anschließend auch mitgenommen werden.

Wein zum Essen und zum Mitnehmen

Um sich vom Markt abzuheben und Akzente zu setzen, seien Gütesiegel der Gault Millau ein wichtiger Schritt. Außer dem Schloss Storkau ist kein Gastronomiebetrieb in der aktuellen Ausgabe vertreten. Die nächsten Häuser sind erst in Magdeburg oder Wolfsburg zu finden. 13 Punkte seien für einen Kleinbetrieb wie den Stendaler schon sehr gut. Darauf will sich das Team jedoch nicht ausruhen. So will es weiter am Angebot arbeiten. Perspektivisch soll das Restaurant auch noch erweitert werden. Derzeit hat der Betrieb 30 Plätze im Haus. Von Frühling bis Herbst stehen auch Stühle und Tische auf dem Hof und im schönen Biergarten.