Der geplante Förderverein "Elterninitiative Kinderträume Tangerhütte" hat sich am Mittwochabend gegründet. Elf Mitglieder unterzeichneten die Gründungsdokumente, nun geht es zum Notar.

Tangerhütte l Eine gute Portion Aufregung war mit dabei, als die Initiatorin, Maren Maatz, Mutter von Zwillingen und seit 2006 Tangerhütterin, die Ziele des neuen Vereines vorstellte. Doch sie und ihre Mitstreiterinnen, fast ausschließlich selbst Mütter aus Tangerhütte und Umgebung, ernteten viel Zuspruch.

Stadtratsmitglied Michael Nagler etwa sagte: "Sie haben alles schon wunderbar vorbereitet", und Robert Gravert (Ratsmitglied und Bauausschussvorsitzender, SPD) meinte: "Es ist ein großes Lob wert, das sich jemand vor Ort so einsetzt ... Man muss natürlich abklären, was ist realisierbar, aber dass sich Eltern so engagieren, finde ich klasse!"

In den vergangenen Wochen seit der Idee, einen eigenen Förderverein für bessere Spiel- und Freizeitbedingungen in der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte zu gründen, hatte Maren Maatz, die gemeinsam mit Marcus Graubner und Janine Lippert den Anschub gab, schon einige Spielplätze in der Region unter die Lupe genommen.

Anlagen wie die in Schönwalde und Briest seien in schlimmem Zustand und wurden von ihr als "total vergammelt" oder "wie gewollt und nicht gekonnt" bezeichnet. Auch Umfragen unter Anliegern und Nutzern haben die Initiatoren geführt, sogar Jugendliche mit ins Boot geholt.

Zwei von ihnen, Lukas Gundlach und Andras Reinke (beide 14 Jahre alt), waren sogar bei der Informations- und Gründungsversammlung am Montagabend mit dabei und sprachen über ihre Motivation, in Tangerhütte eine BMX-Anlage mit zu initiieren. Ihre Teilnahme machte Maren Maatz besonders stolz. "Alle regen sich auf" und "es passiert nichts vonseiten der Stadt", nannte sie Auslöser für die Elterninitiative.

Insbesondere Verletzungen durch Glasscherben auf dem Abenteuerspielplatz an der Nuschke-/Luxemburgstraße waren es, die die Eltern dazu brachten, sich gemeinsam zu engagieren. Auch scharfe Kanten und schlechte Zustände von Spielgeräten, Müll und Hundekot zählte Maren Maatz am Mittwochabend auf.

Der in Gründung befindliche Förderverein will nicht nur Arbeitseinsätze starten und Jugendliche mit einbeziehen, sondern vor allem auch Perspektiven bieten. So empfänden Jugendliche ihre Stadt und deren Angebote oft als farblos und unzureichend.

Unterstützung gibt es auch vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, unter dessen Dach der Förderverein laufen soll. Stadtratsmitglieder und auch Gerhard Borstell als Ortsbürgermeister und Stadtratsvorsitzender sagten Unterstützung zu. Darüber hinaus hat Marcus Graubner als Mitinitiator die Bitte um Schirmherrschaft an den Ministerpräsidenten des Landes, Reiner Haseloff, übergeben. Kontakt zur Vereinsvorsitzenden ist möglich unter 0179/759 00 63.