Magdeburg/Altmark (mr) l Der Wirtschaft im Norden des Landes geht der Lückenschluss der Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin nicht schnell genug. Das machte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, Klaus Olbricht, am Donnerstagabend in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der Kammer engagiert deutlich.

"Eigentlich, so die ersten Planungen, sollte die Strecke ab 2015 befahrbar sein", merkte Olbricht an und schob nachdenklich hinterher: "Befahrbar sind seit November des vergangenen Jahres ganze 5,7 Kilometer um Colbitz herum."

Dann übte der Unternehmer Galgenhumor: "Bauzeit dafür: drei Jahre. Es fehlen jetzt nur noch rund 92 Kilometer auf sachsen-anhaltischem Gebiet."

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg würden hingegen "fleißig an ihren Teilstücken" bauen. "Wenn wir es noch schaffen wollen, bis 2020 - und das sind jetzt noch fünf Jahre und 358 Tage - auf der A14 an die Ostsee zu fahren, dann sollten wir so langsam in die Hände spucken und kräftig anpacken", forderte der IHK-Präsident.

Olbricht appellierte, dass hier alle gemeinsam ihren Beitrag dazu leisten sollten: "Das sind wir den Menschen und den Wirtschaftsunternehmen in der Altmark schuldig." Schließlich entstehe hier "die grünste Autobahn Deutschlands und damit wahrscheinlich sogar der ganzen Welt".