Im Wildpark Weißewarte ist der Frühling ausgebrochen. "Das hatten wir überhaupt noch nie: Der erste Nachwuchs bei den Wildschweinen war schon Ende Dezember da", sagt jetzt Annette Friedebold, leitende Angestellte des Wildparkes in Weißewarte.

Weißewarte l "Eh´ noch der Lenz beginnt, Schnee von den Bergen rinnt ...", so beginnt ein altes Volkslied. So ganz trifft das mit dem Schnee auf diesen Winter zwar bisher nicht zu, Frühlingsgefühle kommen in diesen Tagen aber im Wildpark Weißewarte schon kräftig auf. Bei den Kamerunschafen hat es in den vergangenen Tagen Nachwuchs gegeben, auch die Ziegen im Streichelzoo haben schon Junge.

Erst die Jungen, dann die "Herbststürme"

Die Wildschweine aber übertreffen in diesem Jahr alles: Die ersten Frischlinge erblickten in der Weihnachtswoche das Licht der Welt. Jetzt sind sie schon drei Wochen alt und putzmunter. Zwei weitere Wildsauen haben in den vergangenen Tagen geworfen, so dass sich derzeit gut zehn Frischlinge im Wildschweingehege tummeln. Niedlich anzusehen sind die kurzbeinigen, gestreiften Gesellen, die sich immer im Schutz der Mutter bewegen, auf jeden Fall.

Ein bisschen scheint das Wetter in diesem Jahr "durch den Wind" zu sein, denn nach den ersten, frühlingsfrischen Neugeborenen in den Gehegen kamen am vergangenen Wochenende dann die "Herbststürme" nach Weißewarte. Zum Glück sei aber im Park wenig Schaden angerichtet worden, drei Bäume seien umgestürzt, hätten aber Gehege oder Gebäude nicht beschädigt, fasst Annette Friedebold zusammen. Dafür sei ein Teil des Daches der Bergescheune davongeweht worden. Für die Reparatur werde größere Technik benötigt, erzählt sie.

Besucher sind im Wildpark Weißewarte übrigens auch in den Wintermonaten täglich willkommen, die Neuankömmlinge und natürlich auch alle anderen Tiere in rund 80 Arten zu besuchen.

Kunstausstellung im Tourismuszentrum

Von den gefiederten Bewohnern bis zum Rothirsch, dem Stachelschwein und dem Luchs gibt es allerhand zu entdecken.

Auch im Tourismuszentrum am Eingang zum Wildpark ist das möglich. Dort ist im Obergeschoss eine Ausstellung von zwei Künstlern, Walter Ringel aus Friesack und Karl-Heinz Schubert aus Bismark, aufgebaut, die abstrakte Malereien, aber auch stimmungsvolle Naturlandschaften zeigt. Auch einige Ausstellungsstücke aus der Region sowie die Opfersteinausstellung vor der Tür sind einen Besuch wert.

Am 28. März startet der Wildpark dann offiziell in die neue Saison - mit dem ersten Arbeitseinsatz, der immer im Vorfeld des Osterfestes stattfindet. Am 29. März findet dann der erste Flohmarkt statt. Anmeldungen sind bereits unter 03935/21 40 07 möglich. Am 5. April geht es auf die große Eiersuche zum Osterfest.

Weitere Termine sind im Internet zu finden: www.wildpark-weissewarte.de

   

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