Der Bevölkerungsschwund in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck setzt sich offenbar mit ungebremster Geschwindigkeit fort. Laut Statistik des Einwohnermeldeamtes sank die Zahl der Enwohner im vergangenen Jahr um 148 auf insgesamt 9237.

Arneburg/Goldbeck l Schon seit längerem wird von Statistikern prognostiziert, dass sich auch in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands der Einwohnerschwund allmählich verlangsamen werde. Doch in der Verbandsgemeinde (VG) Arneburg-Goldbeck kann davon noch keine Rede sein.

"Im Jahr 2013 sah es fast so aus, dass ein Ende des Bevölkerungsschwunds in unserer VG absehbar wird. Nachdem der Einwohnerrückgang von 2011 zu 2012 noch bei über 200 lag, hatten wir 2013 lediglich ein Minus von 63 zu verzeichnen. Das hatte ich als vage Hoffnung angesehen, dass sich der Abwärtstrend nun verlangsamen wird. Aber im Jahr 2014 hat er sich leider wieder beschleunigt. Das finde ich durchaus erschreckend", so das Resümee von Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf am Dienstag beim Pressegespräch zur Vorstellung der Einwohnerstatistik.

Die Leiterin der Einwohnermeldeamtes, Ingrid Jankow, hat die Gesamtstatistik auf die einzelnen Gemeinden genau aufgeschlüsselt. Danach gab es vom 31. Dezember 2013 bis 31. Dezember 2014 in keiner einzigen Gemeinde einen Zuwachs an Bürgern. Überall steht ein Minus davor. Den mit Abstand größten Rückgang gab es in Arneburg. In der Elbestadt nebst Ortsteilen sank die Einwohnerzahl von 1585 auf 1547. Das ist ein Minus von 38. Die Zahl der Geburten lag bei sieben - genau wie im Vorjahr. Die Sterbefälle stiegen von 26 (im Jahr 2013) auf 30 im vergangenen Jahr. 47 Personen zogen in die Gemeinde und 64 meldeten ihren Wohnsitz ab.

Der geringste Einwohnerrückgang des vergangenen Jahres war dagegen in der Gemeinde Eichstedt zu verzeichnen. Dort sank die Zahl der amtlich gemeldeten Personen lediglich von 920 auf 918 (-2). Die Geburtenzahl lag mit neun ebenfalls auf dem Vorahresiveau. 13 Personen starben (2 mehr als im Vorjahr). Eichstedt verzeichnente ein Zuzug von 48 und einen Wegzug von 34 Personen.

Auch in der Gemeinde Goldbeck (nebst Ortsteilen) war der Rückgang überschaubar. Die Bevölkerungszahl sank von 1477 auf 1467 (-10). Aus Sicht der Gemeinde erfreulich dürfte die überdurchschnittlich hohe Geburtenrate in Goldbeck und den dazugehörigen Ortsteilen sein.

Sie lag 2014 bei 15 Kindern. Auch im Vorjahr gab es dort mit 10 bereits eine recht erfreuliche Geburtenrate. "Mit 15 Neugeborenen hat die Gemeinde Goldbeck immerhin eine Schulklasse an Kindern zusammenbekommen", so Trumpfs spaßiger Kommentar zu dieser erfreulichen Zahl.Die Zahl der Sterbefälle sank von 19 auf 12. Der Zuzug in die Gemeinde Goldbeck lag bei 56 und der Wegzug bei 59 Personen.

Deutlich war der Bevölkerungsrückgang in der Gemeinde Hassel. Die Zahl der Einwohner sank dor von 976 auf 959 (-17). Die Zahl der Geburten war gegenüber dem Vorjahr von 8 auf 4 gesunken und die Sterberate fiel von 7 auf 5. 40 Personen meldeten ihren Wohnsitz im vergangenen Jahr nach Hassel beziehungsweise die Ortsteile um. Dagegen zogen 53 Männer, Frauen und Kinder weg.

Einen vergleichsweise geringen Einwohnerschwund musste die Gemeinde Hohenberg-Krusemark verkraften. Es ging von 1277 auf 1268 zurück, was einem Minus von neun Personen entspricht. Die Geburtenzahl ging von zehn Babys im Jahr 2013 auf nur drei im Jahr 2014 zurück; die Sterberate stieg von 10 auf 13. 44 Personen zogen laut Statistik in die Gemeinde und 47 kehrten ihr den Rücken. In der Gemeinde Iden kann vom einen verlangsamten Einwohnerschwund ebenfalls keine Rede sein. Dort sank die Zahl der gemeldeten Einwohner im vergangenen Jahr von 919 auf 894 (-25). Mit fünf erblickten in der Gemeinden ebenso viele Babys das Licht der Welt wie im Vorjahr. Die Sterberate sank von acht (2013) auf sieben (2014). 26 Personen zogen nach Iden beziehungsweise Busch und Rohrbeck; 36 zogen laut Statistik weg.

Ähnlich negativ der Trend auch in der Gemeinde Rochau, wo Anfang 2014 noch 1075 Personen gemeldet waren; am Jahresende dagegen nur noch 1048 (-27). Die Geburtenzahl sank dort von elf auf fünf. 2013 waren in Rochau nebst Ortsteilen elf Sterbefälle zu beklagen; 2014 waren es 13. Der Zuzug nach Rochau lag 2014 bei 31. Dem stehen 50 Wegzügler gegenüber.

In den Orten der Hansestadt Werben sank die Einwohnerzahl laut Statistik um genau 20. Konkret nahm sie von 1156 auf 1136 ab. Die Geburtenrate sank von fünf auf vier und die Sterbefälle gingen von 17 auf 15 zurück. 37 Menschen zogen nach Werben nebst Ortsteilen; 48 nahmen ihren Hut.

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