Helle Farben, moderne Ausstattung, bessere Raumaufteilung - die sanierte Diesterweg-Sekundarschule ist ein Hingucker. Das stellten am Donnerstag auch zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür fest.

Stendal l "Endlich haben wir es überstanden", sagte die Leiterin der Sekundarschule "Adolf Diesterweg", Silvia Mattner, am gestrigen Donnerstag vor zahlreichen Besuchern. Damit spielte Mattner auf die seit Sommer 2013 durchgeführten Sanierungsarbeiten am Schulhaus, auch während der Unterrichtszeiten, an. Diese seien nunmehr seit Dezember abgeschlossen, lediglich kleinere Restarbeiten stünden noch an. Die 345 Schüler könnten aber ihre neu gestalteten Klassenräume ohne Baulärm und Einschränkungen genießen.

Insgesamt 3,1 Millionen Euro hat die Sanierung Mattner zufolge gekostet, zudem habe der Landkreis als Schulträger noch kräftig in Inventar wie Möbel oder technische Neuerungen investiert. "Wir arbeiten schon einige Monate mit interaktiven Whiteboards, also digitalen Tafeln", erläuterte die Schulleiterin. In jedem Klassenraum gebe es zudem einen Computer mit Beamer.

Einige Räume sind auch verkleinert, weil geteilt worden. "Dort herrscht für Kurse mit wenigen Schülern oder den Förderunterricht einfach ein besseres Lernklima", sagte Mattner. Sie hob hervor, dass bei der Schulgestaltung ebenso Lehrer wie Schüler mit eingebunden waren.

Sozialarbeiter loben neue Raumaufteilung

Auch der Raum von Karin Christiansen-Weniger und Christian Koch, den beiden Sozialarbeitern an der Schule, ist geteilt worden. "So können wir in einem Zimmer Vertrauliches mit Schülern regeln, während ihre Mitschüler in dem anderen auf sie warten", lobte Koch die neue Aufteilung. Karin Christiansen-Weniger zeigte sich erleichtert, dass nun der durch die Bauarbeiten bedingte Dreck und Lärm ein Ende hat.

Kulinarisches erwartete die Besucher im neuen Hauswirtschaftsraum unter dem Schuldach. Dort hatten Eltern sich an den modernen Herdstellen ausprobiert und leckere Speisen gezaubert.

Neben den neuen Räumlichkeiten erlebten die Besucher ein buntes Rahmenprogramm. Im Musikraum konnten die Gäste zur Gitarre greifen, im Kunstraum den Pinsel in die Hand nehmen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Die naturwissenschaftlichen Fächer lockten die Experimentierfreudigen an. Viel Applaus heimsten die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen ein. In Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik des Theaters der Altmark brachten sie eine ganze eigene Version von "Schneewittchen" auf die Bühne. "Es gab keine strikte Textvorlage, vielmehr sollten die Kinder improvisieren. Auch haben die Rollen im Verlauf der Proben immer wieder gewechselt", erklärte Grit Dräger, Klassenleiterin der 5b, den ungewöhnlichenden Ansatz.

In der neugestalteten Aula boten Schülerinnen der sechsten Klassen eine akrobatische Showeinlage.

"Während der Sanierung war die Schule sogar mal zwei Tage ohne Dach", erinnerte sich Silvia Mattner, während sie interessierte Besucher durch das ganze Schulhaus führte. Dabei informierte sie diese darüber, dass die Aula seit Anfang der Woche nun auch über eine eigene Bühne verfügt. Ende Januar wird Stendals Landrat Carsten Wulfänger das neue Schulhaus offiziell einweihen.

 

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