Stendal l Intendant Alexander Netschajew hatte seine Begrüßungsworte noch nicht gesprochen, da herrschte am Samstagnachmittag schon reger Betrieb im Foyer des Theaters der Altmark. Zu den ersten Besuchern gehörte Christa Müssig aus Meßdorf. Zielstrebig steuerte sie auf die Kleiderständer zu, auf denen zahlreiche Kostüme hingen. Die wurden von den drei Theaterschneiderinnen Kirstin Versümer, Bärbel Wünsch und Brita Becker zum Kauf angeboten. "Ich suche etwas zum Fasching", verriet Christa Müssig und zeigte sich sehr interessiert an einem blau-weißen Kostüm.

Wie die Meßdorferin schauten sich viele Besucher des Tages der offenen Tür die Kostüme an. Viel mehr davon, allerdings unverkäuflich, gibt es im Kostümfundus. "Etwa 30000 bis 50000 Kostüme haben wir hier, so genau weiß das keiner", erklärte Ausstattungsleiter Mark Späth während einer Führung, die den zahlreichen Besuchern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichte. Und bei der Fragen beantwortet wurden. Zum Beispiel die, ob im Theater der Altmark Kostüme ausgeliehen werden. Späth: "Ja, immer montags gegen eine Gebühr."

Nicht nur dies erfuhren die Besucher am Sonnabend, sondern auch etwas über aktuelle Produktionen wie "Die Buddenbrooks" und "Die Leiden des jungen Werther", auf die mit öffentlichen Proben neugierig und Lust gemacht wurde. Bei Workshops und Proben lernten die Gäste den Theaterchor, die Theaterjugend und die Theaterpädagogik kennen. Für Kinder gab es ein Programm mit Puppenspielerin Claudia Tost, das Mitmach-Stück "Die vier Jahreszeiten", Schminken und eine Bastelwerkstatt. Im Musikcafé unterhielten Ensemblemitglieder. Und wie in den Vorjahren waren auch die Freunde und Förderer des Theaters mit einigen Aktionen dabei (Bericht folgt).

 

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