Berlin/Salzwedel l Sie ist 9,7 Zentimeter lang, 2,5 Zentimeter hoch und damit die wahrscheinlich größte Praline der Altmark - erstmals präsentiert während des Altmark-Tages der Grünen Woche am Sonntag in Berlin. Die "Altmarkstange", so ihr Name, ist eine verführerisch süße Werbung für den Norden Sachsen-Anhalts, die Lust auf Altmark macht.

Und das ist die Idee, die hinter der "Altmarkstange" steht: mit Produkten aus der Region für die Region werben. Drinnen steckt die bewährte Tangermünder Nährstange von Konditormeister Klaus Stehwien. "Er war sofort Feuer und Flamme, als wir ihm die Idee unterbreiteten", sagt Gerhard Faller-Walzer vom Regionalmarketing Altmark. Auch auf anderen großen Messen wie der ITB könnte die mit dem weißen A auf grünem Grund und dem Werbeslogan "Grüne Wiese mit Zukunft" bedruckte Praline Eindruck machen oder einfach "nur" als Begrüßungs-Süßigkeit auf den Kopfkissen altmärkischer Hotel- und Pensionsbetten thronen. Nicht die einzige Altmarkmarketing-Idee der schmackhaften Art. Ein altmark-grünes Getränk aus der Diesdorfer Süßmosterei und Weinkelterei wäre denkbar. Ob das dann "Grüne Wiese" heißen sollte? Faller-Walzer ist da eher skeptisch. Zu wenig lokaler Bezug.

Zwar (noch) nicht in Altmark-Grün aber dennoch mit jeder Menge Lokalkolorit sind die Diesdorfer als einer der 16 altmärkischen Mitgestalter der diesjährigen Grünen Woche noch bis zum Sonntag in Berlin am Start. Aus Diesdorf kommt zum Beispiel der "Oldmark-Whisky", aus Salzwedel natürlich der Salzwedeler Baumkuchen, einer der "Stars" in der Sachsen-Anhalt-Halle. Erfahrungsgemäß werde sie rund 3000 Baumkuchen verkaufen, sagt Rosemarie Lehmann, die mit ihrer Salzwedeler Baumkuchen GmbH ein Berlin-Jubiläum feiert. "Die Grüne Woche und wir haben sozusagen Silberhochzeit."

Ihre treuen Fans hat auch die Erste Salzwedeler Baumkuchenfabrik. "Das sind die Stammkunden, die bei jedem Besuch der Grünen Woche bei uns rankommen, um ihren Baumkuchen zu kaufen", ist von Maik Suske an seinem Stand zu erfahren.

Gleich nebenan gibt es die Fleisch- und Wurstwaren aus Stendal. Jörg Keidel preist sie am Grüne-Woche-Stand des "Altmärkers" an - im 20. Jahr nun schon und immer an der gleichen Stelle unmittelbar hinter dem Eingang in die Sachsen-Anhalt-Halle. Durch den strömten am Sonntag Tausende Messegäste, zeitweise so dicht gedrängt, dass es schwer war, an einem der Stände längere Zeit zu verweilen. Es sei denn, man ergatterte einen der Plätze im Gastro-Bereich vor der Bühne. Und auch dort ließ sich Altmark pur konsumieren, besser gesagt genießen. Den kulturvollen Teil der Altmark-Präsentation übernahmen die "Treuen Husaren" aus Heeren, die "Drömling-Spatzen" aus Mieste und die Salzwedeler Musikschule.

Der Altmark-Tag der Grünen Woche 2015 war Werbung vom Feinsten für die Region, weil locker, freundlich und liebenswert. Was seinen Gästen in Erinnerung bleiben wird, sind nette Leute, eine tolle Atmosphäre und manche geschmackliche Entdeckung, die es lohnenswert erscheinen lässt, wiederzukommen.

   

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