Stendal/Borstel l Eine der bisher am längsten ausgestrahlten MDR-Fernsehtierserien ist "Tierisch, tierisch". Am 4. Januar 1994 wurden die Aufnahmen für die erste Sendung im Stendaler Tierheim in Borstel gedreht. Seither waren Kamerateams immer wieder zu Gast. Auch am Donnerstag und Freitag voriger Woche geriet der Tagesablauf im größten Tierheim Sachsen-Anhalts wieder ein wenig durcheinander, denn erneut war ein Fernsehteam mit zwei Kameraleuten und sechs Mitarbeitern in der Einrichtung, um die 870. Folge zu drehen.

Am ersten Tag beschäftigten sich die Fernsehleute mit Tieren, die ein besonderes Schicksal durchlebt haben oder besondere Verhaltensweisen aufweisen und in der Fernsehsendung extra vorgestellt werden. Das sind diesmal zum Beispiel der kleine "Mo", der am Tierheim ausgesetzt wurde, und mit "Hexe" eine Gefährtin im Gehege gefunden hat, so dass beide möglichst zusammen in ein neues Zuhause möchten. "Xenia" wurde im Jahr 2005 schon einmal vermittelt, aber kam wieder ins Tierheim, weil der Halter erkrankte.

Insgesamt traten fünf Hunde und zwei Katzen vor die Kamera, sich zu zeigen. Nicht alles klappte auf Anhieb oder nach den Wünschen des Aufnahmeteams, so dass unter Einsatz von Leckerlis, Streicheleinheiten oder Zurufen einige Passagen wiederholt werden mussten. Zum Abschluss der Dreharbeiten lud die Sängerin und Fernsehmoderatorin Uta Bresan die Tierpfleger, Paten, Azubis oder Absolventen des ökologischen Jahres, die die vierbeinigen Fotomodelle an diesem Tag betreuten, zu Gesprächen ein, um das jeweilige Tier näher vorzustellen und etwas über ihr Verhalten zu Menschen und Artgenossen zu erfahren.

Die Sendung wird am heutigen Mittwoch um 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen gezeigt - in der Hoffnung, möglichst schnell verantwortungs- volle neue Halter für die vorgestellten Hunde und Katzen zu finden.