Stendal (bb) l Zur geplanten Radwegsituation an der Heerener Straße wird es keine Veränderung mehr geben. Im Stadtentwicklungsausschuss hatte Stadträtin Rita Antusch (SPD) angefragt, warum der Radweg entlang der Landesstraße nicht in beide Richtungen genutzt werden könne. Dies sei aufgrund der Straßenverkehrsordnung nicht möglich, sagte Tiefbauamtsleiter Helmut Trommer. Bei einem kombinierten Geh-Radweg, so wie dieser für die Heerener Straße vorgesehen ist, dürfe innerorts der Radweg lediglich in eine Richtung verwendet werden.

Neuer Radweg stadteinwärts wird gebaut

Ab Anfang April soll die Landesstraße 32 zwischen Industriestraße und Hoher Weg für 1,88 Millionen Euro saniert werden (die Volksstimme berichtete). Mit der Sanierung wird ein neuer Radweg gebaut, der lediglich stadteinwärts genutzt werden darf. Stadtauswärts muss die Straße genutzt werden. Baulastträger für die Straße ist die Landesstraßenbaubehörde. "Wir sind nicht Herr des Verfahrens", sagte Amtsleiter Georg-Wilhelm Westrum.

Für einen zweiten Radweg fehle die Straßenbreite, informierten die Baufachleute aus dem Rathaus. "Warum wird denn nicht der Graben zugeschüttet und die Fläche als Radweg genutzt", wollte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Eckhardt (CDU) wissen. "Ich finde den Plan so nicht in Ordnung." Dass sei durchaus eine Möglichkeit gewesen, sagte Tiefbauamtsleiter Trommer. Jedoch müsse es ein neues Planfeststellungsverfahren geben. Dafür seinen die jetzigen Planungen schon zu weit fortgeschritten.