Stendal l 1294 Altmärker mehr waren im Januar arbeitslos, als im Monat zuvor. Insgesamt sind es 12763 Altmärker. Die Arbeitslosenquote stieg altmarkweit auf 11,9 Prozent, im Landkreis Stendal auf 13,8 Prozent (siehe nebenstehende Grafik).

Es gibt im Januar 2015 landesweit nur einen Landkreis, in dem die Arbeitslosenquote höher ist, als in der Ostaltmark. Das ist der Landkreis Mansfeld-Südharz. Und es gibt nur einen Kreis, in dem die Arbeitslosenquote niedriger ist, als im Altmarkkreis Salzwedel mit 9,3 Prozent. Das ist die Börde (8,3 Prozent).

Marcus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur, spricht von einem "deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit", der allerdings "typischen Saisonmustern" folge. Soll heißen, witterungsbedingt sind vor allem die Außenberufe betroffen, wobei sich - auch das nicht außergewöhnlich - überwiegend Männer arbeitslos meldeten. Wenn dem etwas Positives abzugewinnen ist, dann der Fakt, dass es im Januar 2015 rund 1000 Arbeitslose weniger gab als im Januar 2014. Es seien somit "aktuell keine Anzeichen konjunktureller Eintrübungen" erkennbar. Ebenso wenig würde man aus den Zahlen schlussfolgern können, "dass sich der Mindestlohn negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkt", sagt Marcus Nitsch.

Auch die Zahl derer, die länger als ein Jahr ohne Job sind, stieg im Januar. 4692 Altmärker waren langzeitarbeitslos. Das sind 36,8 Prozent aller Arbeitslosen in der Altmark.

Wer in Stendal Arbeit sucht, hat die meisten Chancen im Handwerk und in der Gastronomie. Im Altmarkkreis Salzwedel werden vor allem in der Kunststoff- und Lebensmittelherstellung sowie in den Sanitär- und Heizungsberufen Arbeitskräfte gesucht. Insgesamt wurden der Arbeitsagentur in der Altmark im Januar 263 Stellenangebote gemeldet.