Die Zeit rast. Nur noch 65 Tage sind es bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 Havelregion in Brandenburg. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Derzeit werden 25 Hochsitze entlang des Buga-Blumenbandes aufgestellt.

Havelberg/Brandenburg l Am Sonntag, 19. April, wird es auf dem Domplatz in Havelberg festlich und auch äußerst stimmungsvoll zugehen. "Um 10 Uhr erfolgt hier der offizielle Buga-Start für den Standort Havelberg", informiert Bürgermeister Bernd Poloski. Neben allen fünf Bürgermeistern der Ausrichterstädte in der Havelregion wird zu dem festlichen Akt unter anderem auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff erwartet. Anschließend können sich alle Besucher dieser Eröffnungsveranstaltung bis in den späten Nachmittag hinein auf ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm auf dem Domplatz freuen. "Ich kann jetzt schon versprechen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dieses Eröffnungsprogramm mitzuerleben", erklärt Bernd Poloski. Mit Einzelheiten dazu hält er sich allerdings noch bedeckt: "Ich möchte nicht schon heute alles verraten", sagt er.

Einziger Wermutstropfen: Wer live auf dem Havelberger Domplatz mit dabei sein will, muss eine Buga-Eintrittskarte oder eine Buga-Dauerkarte vorweisen können.

Keinen Eintritt bezahlen braucht, wer am Freitag, dem 17. April, das "Buga-Erwachen" in Brandenburg miterleben möchte. Dabei handelt es sich um ein Vorspiel beziehungsweise eine Vorfeier zum Festakt - der offiziellen Buga-Eröffnung - am Tag darauf.

"Allerdings wurde die maximale Besucherzahl auf 8000 beschränkt", sagt das Havelberger Stadtoberhaupt. Jeder Buga-Standort, so auch die Stadt Havelberg, bekommt ein bestimmtes Kartenkontingent zugesprochen. Nur mit dieser Eintrittskarte erfolgt der Einlass zum "Buga-Erwachen" in Brandenburg. Ein Angebot also, das sich nur an die Havelberger und das direkte Umland wendet.

Einen Vorgerschmack auf die Buga bekommt allerdings auch, wer sich schon jetzt oder im zeitigen Frühjahr in die Buga-Städte aufmacht. Die Blumenzwiebeln für die Blumenrabatten entlang des alle Buga-Standorte verbindenden Blumenbandes sind bereits in der Erde. Außerdem sind 20 größere Blühfelder vorgesehen. Der Buga-Zweckverband arbeitet diesbezüglich auch mit Landwirten zusammen. Gut 100 Silageballen in weißer Hülle und mit blauem Buga-Logo werden auf Feldern ebenfalls für Wiedererkennung auf der 80 Kilometer langen Buga-Strecke sorgen. Außerdem werden zum Beispiel Brücken oder auch Pflanzhilfen von Bäumen blau angestrichen. 30 Picknickplätze mit zwei Bänken und einem Tisch entstehen ebenfalls.

Mit der Idee, etwas Verbindendes zwischen den fünf Buga-Standorten zu schaffen, ist das Blumenband entwickelt worden. Nicht nur Wiedererkennung an Hauptverkehrsstrecke und Radwegen ist dabei das Ziel, sondern auch eine indirekte Besucherlenkung. Mit den Blühfeldern wird zugleich gezeigt, dass die Landwirte mehr anbauen als Mais und Roggen. All das kann man in Kürze aus luftiger Höhe betrachten und sich daran erfreuen.

Empfangsschilder stehen schon

Am Montag wurden die ersten von insgesamt 25 Buga-blauen Hochsitzen, die entlang des Blumenbandes stehen werden, aufgestellt. Gebaut wurden sie von den Mitarbeitern des Beschäftigungsbereiches der Therapiegemeinschaft Westhavelland in Wulkau.

Gemeinsam mit dessen Leiter, Burkhard Bartels, hoben die Mitarbeiter des Zentrums den ersten Hochsitz vom Anhänger und stellten ihn am Radweg zwischen Jederitz und Kuhlhausen auf. Zwei weitere folgten in dem Bereich. Die nächsten werden nahe der Brücke nach Strodehne platziert und dann weiter bis nach Brandenburg, berichtet Ralf Hebenstreit von der technisch-planerischen Abteilung des Zweckverbandes. Gemeinsam mit Constanze Oertel begleitet er das Aufstellen der Hochsitze und alle weiteren Arbeiten für das Blumenband.

Aufgestellt sind übrigens seit einigen Wochen schon die Buga-Empfangsschilder in den Städten. In Havelberg stehen sie an den Stadteinfahrten im Süden und Norden an der B 107 und auf der Landesstraße in Richtung Jederitz. Wer Havelberg verlässt, wird mit letztgenanntem Schild eingeladen, den nächstgelegenen Buga-Standort Rhinow zu besuchen. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat dabei öfter die Gelegenheit, von einem der Hochsitze den weiten Blick in die schöne Havellandschaft zu genießen.