Das städtische Freizeitbad Altoa muss im laufenden Jahr mit 55000 Euro mehr aus der Stadtkasse bezuschusst werden als im Vorjahr. Vor allem häufigere Reparaturen und die Umsetzung des Mindeslohns für geringfügig Beschäftigte sind die Ursachen dafür.

Stendal l Trotz gestiegener Eintrittspreise und auch mehr Besuchern steigt der städtische Zuschuss für das Freizeitbad Altoa auch 2015 weiter an. Dies bestätigte Kämmerin Beate Pietrzak auf Anfrage. Insgesamt sind aus der Stadtkasse 674000 Euro zu berappen - und damit 55000 Euro mehr als im Vorjahr. Die ansteigenden Kosten für das stadteigene Bad sind Bestandteil der derzeit laufenden Haushaltsdiskussionen. Der Haushalt soll am 23.Februar vom Stadtrat beschlossen werden.

Höhere Eintrittspreise schon 2014 beschlossen

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Zuschussbedarf weiter angestiegen ist. "Der Mindestlohn seit 1. Januar macht sich auch bei uns bemerkbar", sagt Geschäftsführer Marcus Schreiber. Bisher erhielten die Minijobber sechs Euro, nun sind es 8,50 Euro. Über das Jahr gesehen sind es rund zwölf Mitarbeiter, die als Rettungsschwimmer Badeaufsicht machen. Nun muss noch der eine oder andere Mitarbeiter dazukommen, sagt Schreiber. Ab August wird darüber hinaus ein Auszubildender als Fachangestellter Bäderbetrieb engagiert.

Gravierender als der Mindestlohn sind die steigenden Energiekosten sowie die mehr werdenden Reparaturen. Im abgelaufenden Geschäftsjahr fielen die Sprach- und Alarmierungsanlage komplett aus, ein Hauptkompressor an der Wellenanlage musste ausgetauscht werden. Außerdem gibt es - trotz regelmäßiger Wartung und Instandsetzung - einen erhöhten Reparaturaufwand durch Verschleißerscheinungen, wie die Verwaltung berichtet.

Bei der Gemengelage könne man von Glück sprechen, sagt Pietrzak, dass bedingt durch günstiges Wetter hohe Besucherzahlen zu verzeichnen sind. "Die steigen kontinuierlich", sagt Geschäftsführer Schreiber. 2014 waren es 140745.

Bereits im Dezember 2014 wurde vom Stadtrat der Wirtschaftsplan des Altoa beschlossen. Darin enthalten waren Erhöhungen bei den Eintrittspreisen. "Die können aber nicht die Kostensteigerungen ausgleichen", so die Kämmerin.