Die Leader-Aktionsgruppen sind in diesen Tagen auf der Suche nach Projektideen. Der Hauptausschuss der Einheitsgemeinde Bismark hatte in der Vorwoche die ersten Vorschläge aus der Region auf dem Tisch.

Bismark l Im Rahmen der laufenden Leader-Förderphase (2014 bis 2020) sind aktuell Ideen gefragt. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht es um eine Projektesammlung für die Lokale Entwicklungsstrategie", erklärte im jüngsten Bauausschuss Verena Schlüsselburg, Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark und zugleich Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Mittlere Altmark". "Im Moment liegen uns 310 Anträge", teilte Schlüsselburg mit. Mitte des Jahres soll die Entwicklungsstrategie der LAG anerkannt werden.

"Wenn schon Leader, dann sollten wir bei den Projekten auch zusehen, dass dadurch Leute in unsere Region ziehen", erklärte Stadtrat Eduard Stapel. "Zum Beispiel Flüchtlinge." Verena Schlüsselburg verwies darauf, dass dies zum Beispiel ein Thema bei der Umsetzung des Brachflächenkatasters (eine Projektidee) sein könnte.

Dem Hauptausschuss lagen weitere Projektvorschläge für die Lokale Entwicklungsstrategie der LAG "Mittlere Altmark" vor. Unter anderem eine Machbarkeitsstudie für die Umnutzung der geschlossenen Grundschule in Dobberkau, die Erstellung eines Leitsystems für das Radwegenetz in Kooperation mit den Städten Kalbe, Gardelegen und Arendsee sowie die weitere Gestaltung des Umfeldes am Kolk. Mit Blick auf energetische Maßnahmen in der Einheitsgemeinde sind das Ärztehaus in Bismark (ehemaliges Landambulatorium), die Turnhalle in Kläden, das Info-Zentrum am Naturlehrweg in Hohenwulsch sowie die Erweiterung des Verwaltungssitzes in Bismark (ehemalige Speisewirtschaft) aufgeführt.

Der Hauptausschuss der Einheitsgemeinde Bismark empfahl dem Stadtrat (tagt am 25. Februar im Gerätehaus der Bismarker Feuerwehr), den Projektvorschlägen für die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) der LAG "Mittlere Altmark" zuzustimmen. Die LAG will nach Anerkennung der LES jedes Jahr einen Wettbewerb ausloben, an dem sich dann Interessenten mit konkreten Anträgen beteiligen können. In der Folge könnten dann daraus Leader-Projekte entstehen.