In Gesprächen mit der Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes schauen die Brandbekämpfer weiterhin in bekannte Gesichter. Während der Delegiertenkonferenz am Sonnabend in Osterburg schenkten die Verbandsmitglieder der bisherigen Führung erneut das Vertrauen.

Osterburg l Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich steht auch in den kommenden vier Jahren als Vorsitzender an der Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes. Ihm stehen im geschäftsfühenden Vorstand weiterhin Marcus Schober (1. Stellvertreter), Ulrich Ziegler (2. Stellvertreter) sowie Markus Martin (Kassenwart) zur Seite. Ergänzt wird das Führungsgremium durch Kreisjugendwart Klaus Hörnke und durch Beisitzer aus sämtlichen Einheits- und Verbandsgemeinden, die am Sonnabend ebenfalls in offener Abstimmung gewählt wurden.

Auch Zuwanderer sind bei Feuerwehr willkommen

Bevor die 96 anwesenden Mitglieder (von insgesamt 227 möglichen Delegierten) die Personalfragen an der Verbandsspitze beantworteten, blickte Ringhard Friedrich auf 2014 zurück. "Im Vergleich zum Hochwasserjahr 2013 blieb es ein normales Jahr. Und wir hoffen, dass diese Einschätzung auch für die kommenden Jahre gilt."

In der Mitgliedergewinnung betrachte der Kreisverband die Kinder- und Jugendwehren als starke Pfeiler. Friedrich: "Durch sie bauen die Aktiven von morgen ihre Bindungen zum Ehrenamt auf." Außerdem forderte er dazu auf, mehr Frauen für ein Engagement in den Reihen der Feuerwehren zu interessieren. Ebenso seien Zuwanderer in den Reihen der Brandbekämpfer willkommen.

Friedrich ging zudem auf die anstehenden Veranstaltungen zum 125-jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes ein. Die Feierlichkeiten sollen am 29. Juni mit einem Festempfang im Musikforum Katharinenkirche in Stendal eingeleitet und am 4. Juli mit dem Kreisfeuerwehrtag in Havelberg fortgesetzt werden. Zum Abschluss will der Verband am 17. Oktober auf dem Marktplatz in Stendal einen Zapfenstreich initiieren. Nach einer Diskussion über den Sinn und Ursprung einer solchen Zeremonie - für die 6900 Euro eingeplant werden - wurde darüber abgestimmt. Die große Mehrheit votierte dafür.

Katastrophenschutzübung für Herbst geplant

Landrat Carsten Wulfänger (CDU) kündigte für 2015 mehrere Veranstaltungen und Übungen an. So plane das Landratsamt am 8. Juni eine Simulation mit sämtlichen Einheits- und Verbandsgemeinden, um die Kommunikation in Notfallsituationen zu testen. Für den 10. Juni ist eine erneute Hochwasserkonferenz geplant. Im dritten Quartal soll in einem noch nicht festgelegten Ort im Landkreis der Ausbruch und die Bekämpfung der Geflügelpest simuliert werden.

Und im Herbst steht in der Region eine Landeskatastrophenschutzübung an mit Einsatzkräften aus dem Kreis Stendal sowie aus Magdeburg.

Mit großer Mehrheit unterstützten die Delegierten das Anliegen der Verbandsspitze, ein Feuerwehrehrenkreuz zu stiften. Mit dieser Auszeichnung sollen zukünftig Personen geehrt werden, die sich in besonderer Weise um den Brandschutz verdient gemacht haben.