Stendal (bb) l Der Bauhof soll nun doch am bisherigen Standort bleiben und dort in den kommenden Jahren abschnittsweise saniert werden. Dies hat der Stadtrat am Montag beschlossen. Die Pläne, dass die städtische Einrichtung zum Technologiepark an die Arneburger Straße umzieht, sind damit erledigt. Noch im Dezember 2014 hatte der Stadtrat nach einer Empfehlung der Verwaltung dem Umzug, der rund 1,4 Millionen Euro gekostet hätte, zugestimmt. Es sollten einige Gebäude neu errichtet werden.

Schmotz: "Bescheidener Zustand auf Jahre hinweg"

CDU-Stadtrat Wolfgang Eckhardt nahm am Montag im Stadtrat den Anlauf, weiter an den Umzugsplänen festzuhalten. Er argumentierte, dass der alte Standort hervorragend für Wohnbebauung genutzt werden könne. Er stellte den Antrag, dass die Vorlage in den Ausschüssen noch einmal diskutiert wird. Auch Norbert Lindstedt (Linkspartei) zeigte sich verwirrt, dass innerhalb kürzester Zeit von der Verwaltung zwei völlig konträre Pläne zur Zukunft des Bauhofes dem Stadtrat vorgelegt worden seien. "Die jetzige Lösung ist nicht die bessere gegenüber der ursprünglichen", sagte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU). Es sei aber angesichts der Finanzlage der Stadt die realistischere. "Wir können den Aufwand von 1,4 Millionen Euro nicht leisten", sagte Schmotz. Man müsse mit "dem bescheidenen Zustand des Bauhofs noch eine Reihe von Jahren" zurecht kommen.

Der CDU-Vorstoß, in den Ausschüssen über die Situation zu diskutieren, scheiterte (17 Ja- und 21 Nein-Stimmen).

Stattdessen wird der Bauhof nun am Uchtewall saniert. Auf Antrag der Linken wird jede Investition zuvor im Stadtrat behandelt. 2015 soll noch eine neue Salzhalle gebaut werden. Die alte befindet sich auf einem Grundstück, das die Stadt veräußert hat.