Stendal (ge) l Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar leicht zurückgegangen. 155 Altmärker weniger als im Januar sind ohne Job. Soweit die gute Nachricht. Das bittere an dieser Pille sind die immer noch 12608 Männer und Frauen, die als arbeitslos registriert sind. Die Arbeitslosenquote liegt bei 11,7 Prozent und damit wie immer über dem Landesdurchschnitt. Maßgeblichen Anteil daran haben die Zahlen aus dem Landkreis Stendal. Die 8272 Arbeitslosen dort entsprechen einer Quote von 13,7 Prozent, ebenfalls wie gehabt der zweitschlechteste Wert in Sachsen-Anhalt. Mehr Arbeitslose gibt es nur in Mansfeld-Südharz.

Die Westaltmark hingegen schneidet mit nur 9,2 Prozent Arbeitslosenquote mit am besten im Land ab.

Dennoch: Dass die Arbeitslosenzahl im Februar sank, ist insofern erwähnenswert, als dass es im gleichen Vorjahresmonat nicht so war. Als Grund für die positive Tendenz nennt der Chef der Stendaler Arbeitsagentur, Markus Nitsch, die "hohe Arbeitskräftenachfrage. Die Zahl der Entlassungen ist im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen, und mehr Menschen konnten wieder eine Beschäftigung aufnehmen. Insbesondere die Frauen haben im Februar von dieser Entwicklung profitiert." Arbeit fanden sie vor allem im Handel und im Gesundheitswesen. Beschäftigung in Bau- und Außenberufen ist witterungsbedingt im Februar nicht zu finden gewesen. Nitsch: "Hier erwarten wir aber für die nächsten beiden Monate eine weitere Entlastung."

Dem Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit unter zehn Prozent zu drücken, sind die Partner der entsprechenden Kooperationsvereinbarung (Landkreis Stendal, Arbeitsagentur und Jobcenter) im Februar nicht näher gekommen. Im Landkreis Stendal stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Leute auf 516 (11,7 Prozent), altmarkweit waren es 854 (10,4 Prozent).

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