Etwa 5000 Pflanzen liefert die Tangermünder Gärtnerei Lange in wenigen Tagen aus. Ende März wird ein Blütenmeer über die Elbe an die Havel gelangen - Frühlingsgrüße für zwei Buga-Standorte.

Tangermünde l Unscheinbar und vor den Augen der Öffentlichkeit bisher verborgen, hat der Familienbetrieb der Gärtnerei Lange in den vergangenen Monaten viel Arbeit und Wissen in die ersten Farbtupfer der Bundesgartenschau 2015 investiert.

In einem unbeheizten Gewächshaus, das allerdings das Sonnenlicht hindurchlässt und Schutz vor eisigen Winden bietet, haben Anke und Ursula von Wnuck seit September zusammen mit den vier Angestellten dafür gesorgt, dass ihr Beitrag für das große Projekt an der Havel gelingt.

"Vor einem Jahr haben wir uns beworben. Ende März liefern wir aus", berichtet Anke von Wnuck. Gemeinsam mit ihrer Mutter Ursula hatte sie vor gut einem Jahr die Geschäfte ihrer Tante Gisela Lange übernommen. Immerhin besteht der Familienbetrieb, den die Urgroßeltern von Ursula von Wnuck und Gisela Lange hier einst gründeten, seit 137 Jahren. "Das ist die Gelegenheit, hier in der Region seinen Teil für die Bundesgartenschau zu leisten", sagt Ursula von Wnuck und hat dabei nicht nur die Unterstützung ihrer Tochter, sondern auch der Mitarbeiter. "So schnell wird es hier keine Buga mehr geben", sagt sie. "Deshalb sind wir gern mit unserem Beitrag dabei."

"Dabei bleiben auch Pflanzen für die Tangermünder übrig."

Ursula von Wnuck

Nach der Bewerbung im vergangenen Jahr und der Zusage wurde der Gartenbaubetrieb aber nicht alleingelassen. "Wir wurden und werden beraten. Und wenn es Probleme geben würde, dann könnten wir uns jederzeit an die Garten- und Landschaftsplaner der Buga wenden", erzählt Anke von Wnuck. Doch darauf musste die Familie bisher nicht zurückgreifen. Der milde Winter und das eigene Fachwissen haben die 5000 Pflanzen - ein mittlerweile farbenfrohes Meer aus Hornveilchen, Stiefmütterchen und Goldlack - prächtig gedeihen lassen. "Dabei bleiben natürlich auch Pflanzen für die Tangermünder übrig", sagt Ursula von Wnuck.

Erst vor wenigen Tagen waren Buga-Vertreter in der Kaiserstadt, schauten sich die Pflanzen an und waren zufrieden. Ende März holt eine Spedition die Paletten ab. Dann geht es für die Veilchen und Co in Havelländer Erde. Am Weinberg von Rathenow und in Premnitz sollen sie ihren Platz bekommen, das wissen die von Wnucks bereits und außerdem, dass an den Standorten zu lesen sein wird, welcher Gartenbaubetrieb die Pflanzen geliefert hat.

Und nur für den Fall, dass den Buga-Planern das Grün ausgeht: "Wir haben auch gleich noch einige Tulpen herangezogen. Sie sind zwar noch sehr klein. Doch wenn es eng werden sollte, können wir auch die noch liefern", berichtet Anke von Wnuck.