Ohrenschmaus bot die 19. Auflage des Musikschulpreises der "Hans und Eugenia Jütting-Stiftung", deren Endrunde am gestrigen Sonntag in der Stendaler Katharinenkirche über die Bühne ging.

Stendal l Durchatmen bei Valentina Heim. Die Zwölfjährige aus Arnim durfte sich gestern über einen dritten Preis nach ihren Darbietungen auf dem Waldhorn freuen. "Damit bin ich sehr zufrieden", sagte sie, und ein wenig Erleichterung lag in der Stimme. Kein Wunder. "Ich war ganz schön aufgeregt", gab die Schülerin der Musik- und Kunstschule Stendal zu.

Dabei ist Valentina Heim durchaus ein "alter Hase", wie sie Maike Schymalla, Leiterin der Stendaler Musikschule, schmunzelnd bezeichnete. Denn wie Trompeter Johannes Kröger, der ebenfalls die Stendaler Einrichtung vertrat, hatte sie schon im Vorjahr an diesem Wettbewerb teilgenommen und die Endrunde erreicht.

Eine Nasenflöte für Michael Hentschel

"Dass wir mit zwei Schülern in der Endrunde sind, spricht für die Qualität unserer Schule und macht stolz", erklärte Schymalla. Großen Anteil an den Leistungen habe Marc Jacko. Der Lehrer für Blechblasinstrumente in Stendal durfte sich dann auch über einen dritten Platz von Johannes Kröger freuen.

Dem 15-jährige Stendaler bedeuten die Teilnahme und der Preis viel, wie er sagte. "Der Wettbewerb ist schon eine Herausforderung, er ist ein Ziel, auf das man hinarbeitet, für das man übt", erzählte er. Toll fand er, dass nach der Vorrunde, die am Sonnabend mit 33 jugen Musikern ausgetragen wurde, die Jurymitglieder mit Tipps aufwarteten. Dem Stendaler gaben sie unter anderem mit auf den Weg, bei langen Notenwerten die Töne kürzer zu spielen. Und gestern nun gestanden sie ihm einen dritten Preis zu.

Einen Preis erhielt neben den jungen Talenten auch Michael Hentschel, Vorstandmitglied der Jütting-Stiftung, der den Wettbewerb organisierte. Jurymitglied Diethelm Kühn überreichte ihm eine Nasenflöte. Hentschel hatte nicht nur deshalb ein Lächeln im Gesicht. "Die Qualität hat gestimmt. Die Endrunde war schon etwas Besonderes", schätzte er ein.

Vier Musiker überzeugten besonders und verdienten sich damit einen ersten Preis: Die Klarinettisten Christina-Marie Nöldge und Leonhard Schwarz sowie Huyen My Cindy Nguyen und Thien An Pham, die vierhändig auf dem Klavier spielten.

 

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