Stendal l Warum denn immer Broschüren herausgeben, die möglicherweise irgendwo verstauben, dachte man sich bei der Agentur für Regionalentwicklung Land-Leute, als die jüngste Leader-Förderperiode abgelaufen war. "Also sollten wir die modernen Medien nutzen", entschied Projektleiter Björn Gäde.

Landschaften und Landleute


Herausgekommen ist ein knapp 22 Minuten langer Film, der zunächst auf Youtube zu sehen war, mittlerweile auch mit der Internetseite des Landkreises verlinkt ist. "Auf Entdeckungstour an Uchte, Tanger, Elbe und Havel", zeigt eine Reise durch die Region und stellt verschiedene Projekte vor, die durch das europäische Förderprogramm Leader umgesetzt werden konnten. Wenn man Björn Gäde auf seiner Radtour durch das Gebiet der beiden Leader-Aktionsgruppen mit dem Rucksack auf dem Rücken verfolgt, erscheint kein Ziel für Touristen erstrebenswerter zu sein, als die Altmark. Farbenfrohe Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit den Ansichten beeindruckender historischer Gebäude und den Einblicken in das Leben durchweg gut gelaunter Menschen. Zu Gädes Stationen gehören Stendal, Möringen, Tangermünde und Havelberg. Er führt Gespräche unter anderem mit Uta Neuhäuser vom Zentrum für Ökologie, Natur- und Umweltschutz, Heidemarie Behrends, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, die das Tangercafé in Tangerhütte betreibt, und mit Reiner Berger, Chefgärtner der Buga. Und nicht nur wegen der Einladung zur Bundesgartenschau macht der Film Lust auf einen Besuch in der Altmark.

Sechs Monate Produktionszeit


Produziert wurde der Film von der Salzwedeler Firma Agen-Zas-Brothers. Die hatte mit Land-Leute schon für ein anderes Projekt zusammengearbeitet. "Wir haben im vergangenen Jahr sechs Monate mit der Produktion verbracht", sagte Vincent Reinhardt. Mit Imagefilmen kennen er und sein Bruder Zacharias, die zusammen die Firma 2011 gegründet haben, sich aus. Auch für die Altmark-Kampagne "Grüne Wiese mit Zukunft" drehten sie einen Film über die Region. "Da hatten wir allerdings nur einen Monat Zeit", bedauert Vincent Reinhardt, "sonst hätten wir den noch schöner gemacht".