Stendal (nk/bb) l Mit Bezug auf den Beitrag "Mit Spannung erwartet: Der Fall der Mauer" vom 2. März, in dem es um eine einsturzgefährdete Grundstücksmauer zur Prinzengasse hin ging, haben sich jetzt die Eigentümer bei der Volksstimme gemeldet. Das Grundstück Am Dom 14, das sich im Besitz einer Arztfamilie befindet, stehe "als gesamtes Objekt unter Denkmalschutz, so dass man für Reparaturarbeiten eine denkmalrechtliche Genehmigung braucht", sagte die Eigentümerin, die gern ungenannt bleiben möchte.

"Wir haben uns gekümmert", betont sie. Es sei durch den Beitrag ein falscher Eindruck entstanden. Aber neben einer Genehmigung durch die Denkmalbehörde müsse auch die Witterung mitspielen, um die Wand sanieren zu können. Wohl durch Wurzeln eines längst gefällten Baumes werde die Wand zunehmend in die Gasse hineingedrückt.

Einsturzgefährdete Wand wurde von Stadt gesichert

Nachdem sie am 30. Januar von der Stadtverwaltung die Information über den mangelhaften baulichen Zustand der Mauer bekommen hatten, hätten sie sich zwei Tage später mit dem Bauamt in Verbindung gesetzt, sagt die Eigentümerin. "Wir warten jetzt auf den Bescheid und auf die passende Witterung, um die Reparaturarbeiten durchführen zu können."

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist ein Antrag auf eine denkmalrechtliche Genehmigung, die sich auf die Instandsetzung der Mauer bezieht, in der vergangenen Woche bei der Denkmalbehörde eingegangen. "Eine Baugenehmigung ist nicht erforderlich", so Stadtsprecher Klaus Ortmann. In dieser oder in der kommenden Woche werde die Familie einen Bescheid erhalten.

Im Übrigen liege "keine Gefährdung des öffentlichen Verkehrsraumes" vor, wie Ortmann mitteilt. Aufgrund der Jahreszeit und des möglichen Frost-Tau-Wechsels könne es jedoch zu Veränderungen der Konstruktion der Wand kommen, daher habe die Stadt den Bereich abgesperrt.