Stendal l Der dreijährige Oskar leidet seit seiner Geburt an einer Fehlbildung der Speiseröhre. Zwischen Speiseröhre und Lunge hatte er ein Loch. Die Chance, dass der Kleine wieder gesund wird, lag nach seiner Geburt bei maximal einem Prozent. Das Loch wurde glücklicherweise gefunden und konnte operiert werden, doch die Ernährung konnte zunächst nur über eine Magensonde erfolgen. Eine Therapie half, Oskar von seiner Magensonde zu entwöhnen. Mittlerweile wird er durch die Bauchdecke ernährt.

Am 21. März findet in der BBS Stendal ein Benefiz-Fußballturnier statt, um die Familie des kleinen Jungen zu unterstützen. Diese musste in den letzten Jahren nicht nur durch die aufwendige Therapie, die in Österreich stattfand, einiges auf sich nehmen. Bereits 15 Stunden nach der Geburt musste der Kleine das erste Mal operiert werden, leidet seitdem an Gedeihstörungen. Er muss logopädisch und physiotherapeutisch betreut werden.

Das Benefiz-Turnier dient nicht nur der finanziellen Unterstützung, sondern soll der Familie auch zeigen, dass sie nicht allein ist. Die Mutter des Jungen will aber auch anderen Mut machen. "Es ist wichtig, dass sich auch Betroffene untereinander austauschen können", so Christina Herrmann.

Der Organisator der Veranstaltung, Oliver Beck, ist nicht nur durch seine Erfolge im Kraftsport, sondern auch als Initiator des Vereins "Stark fürs Leben" bekannt. Dieser setzt sich in besonderem Maß für krebsbetroffene, schwerkranke und bedürftige Menschen ein. Beck ist begeistert, wie viele Menschen sich für Oskar engagieren. Thorsten Stein, Mannschaftsleiter des SV Medizin Uchtspringe, hatte von dem Schicksal des Jungen erfahren und sich an Beck gewandt. Nachdem dieser schon einige Unterstützer für das Projekt gewonnen hatte, wurde es fast zum Selbstläufer. Immer mehr regionale Firmen und Einrichtungen boten ihre Hilfe an, so dass am 21. März ganze zehn Mannschaften für den guten Zweck antreten werden. Dabei sind etwa ehemalige Spieler des 1.FC Lok Stendal, die Stendaler Polizei und der SV Medizin Uchtspringe.

Dem kleinen Oskar indes geht es den Umständen entsprechend schon besser. Er ist zwar körperlich noch nicht seinem Alter entsprechend entwickelt, dafür aber geistig topfit. Während des Telefonats mit seinen Eltern ist im Hintergrund Oskars Lachen zu hören. Seit Anfang der Woche geht er in die Kita und läuft sogar schon seit einiger Zeit. "Oskar ist ein kleiner Kämpfer", sagt seine Mutter. "Er hat nie aufgegeben. Wir sind nicht nur den vielen Unterstützern dankbar, sondern auch unendlich stolz auf unseren Kleinen."