Stendal l War es ein tragischer Unfall? War es ein Suizid? Oder ist der 34-jährige Stendaler sogar Opfer eines Tötungsdeliktes geworden? Eine klare Antwort auf die Frage, wie es am Donnerstagabend in der Otto-Lilienthal-Straße, im sogenannten Bereich Stadtsee III, zum Sturz mit tödlichem Ausgang gekommen ist, konnten die Ermittler der Polizei gestern noch nicht geben. "Die genauen Umstände, die zum Tod des Mannes führten, sind zurzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen", sagte Marco Neiß, Sprecher des Polizeirevieres Stendal, auf Nachfrage. Die Ermittlungen werden "ergebnisoffen" geführt, erklärte er weiter. Heißt: Von den drei genannten möglichen Ursachen scheidet noch keine aus.

Noch am Abend Zeugen befragt


Fest steht bisher nur: Am Donnerstagabend kurz vor 22 Uhr wurde der junge Mann leblos auf dem Gehweg vor dem sechsstöckigen Wohnblock gefunden, in dem er gewohnt hat. Der Rettungsdienst wurde alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten aber nur noch den Tod des 34-Jährigen feststellen. Die Polizei sperrte den Bereich umgehend ab. Noch am Abend wurden von Beamten der Kriminalpolizei erste Spuren gesichert, zudem wurden Zeugen befragt.

Tatortgruppe sichert weitere Spuren


Freitagvormittag rückten dann Mitarbeiter der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt an für die weitere Spurensicherung in der Wohnung des Mannes und im Umfeld des Gebäudes. Unter anderem wurden an der Balkonbrüstung Fingerabdrücke genommen, aber auch auf dem Dach des Sechsgeschossers schauten sich die Beamten um und machten Fotos zur Dokumentation und weiteren Auswertung. Zudem wurden die Höhen vermessen, unter anderem die vom Balkon bis zum Auffindeort des Mannes.

Der 34-Jährige hatte in der sechsten Etage des Wohnblocks gewohnt. Er war auf Höhe der Balkone gefunden worden, wie am Tag danach am Blut und am gelben Umriss, der die Lage des Verstorbenen zeigt, zu erkennen war.

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