Tangermünde/Stendal l Würden die Mädchen und Jungen, die derzeit in den Jugendfeuerwehren des Landkreises Stendal aktiv sind, auch nach Schule und Ausbildung in der Region bleiben, wäre die Zukunft der Wehren größtenteils gesichert. Denn die Zahlen, die Kreisjugendwart Klaus Hörnke, am Sonnabend während der Jahresversammlung in Tangermünde präsentierte, stimmen hoffnungsvoll.

Juleica-Schulung wird bei Bedarf wiederholt

Hörnke sprach von 73 Jugendwehren mit 590 Mitgliedern, davon 222 Mädchen. Längst nicht alle Wehren sind bei all den Wettkämpfen dabei, die von der Kreisjugendwehr angeboten werden. Viele bleiben vorrangig in ihrer Einheitsgemeinde und ihrem Wirkungskreis aktiv.

Der Kreisjugendwart erinnerte am Sonnabend an Aktionen im vergangenen Jahr. So lockte der Orientierungsmarsch vor gut einem Jahr 31 Mannschaften nach Osterburg. Zum kreisoffenen Jugendfeuerwehrtag nach Klietz kamen im Juli 17 Mannschaften. Aufgrund geringer Resonanz wurde der Pokallauf 2014 abgesagt.

Zukunft haben soll im Rahmen der Kreisjugendfeuerwehr das Angebot der Juleica-Schulung. Diese war im vergangenen Jahr erstmals initiiert und gut angenommen worden. Die Jugendleiter-Card kann während dieser Schulung erworben werden. "Wenn Bedarf besteht, wiederholen wir solche Veranstaltung", sagte Klaus Hörnke.

Wichtige Termine für die Nachwuchsgruppen im Landkreis sind in diesem Jahr der Orientierungsmarsch am 11. April in Arneburg und der kreisoffene Jugendfeuerwehrtag am 27. Juni in Tangermünde. Der Pokallauf findet am 26. September in Beuster statt. Zur Stadtrallye sind die Jugendlichen am 24. Oktober in Bismark willkommen.

Während der Versammlung wurde der Vorstand neu gewählt. "Ein letztes Mal habe ich mich zum Vorsitzenden wählen lassen", sagte Hörnke, der 51 Jahre alt ist. Er bat darum, in den eigenen Reihen nach einem Nachfolger zu suchen, der in vier Jahren seine Aufgabe übernehmen kann. Seit 2007 ist Hörnke Kreisjugendwart.

Neben den 73 Jugendwehren gibt es im Landkreis Stendal auch 24 Kinderfeuerwehren - Gruppen, in denen Mädchen und Jungen ab 6 Jahre organisiert sind. "Das sind vier Kinderfeuerwehren mehr als im vergangenen Jahr", berichtete Kreiskinderfeuerwehrwartin Ulrike Rieger stolz. Waren es zu Beginn des vergangenen Jahres noch 178 Mädchen und Jungen, so endete das Jahr mit 164. "43 gingen in Jugendwehren über, 71 Kinder kamen hinzu, 42 verließen die Kinderwehren aus verschiedenen Gründen", erklärte Rieger die Bewegungen in diesen Reihen.

Wie bei der Jugendfeuerwehr gibt es inzwischen auch für die Jüngsten einige Gemeindegrenzen übergreifenden Veranstaltungen. "Schon fast zur Tradition geworden ist unser Crosslauf", berichtete Ulrike Rieger. Und nicht nur das Laufen war für die Jüngsten an diesem Tag ein Höhepunkt. Mandy Schäler von der Sandauer Wehr hatte zudem Ponyreiten organisiert und eine Hüpfburg aufstellen lassen.

Für das Kreissportfest wird Austragungsort gesucht

"Erstmals gab es vergangenes Jahr ein Sportfest auf Kreis- ebene, an dem neun Mannschaften um den Siegerplatz kämpften", erinnerte Ulrike Rieger. "Damit haben wir den Grundstein für eine Kreisveranstaltung gelegt, die fester Bestandteil werden kann."

Die Kinderfeuerwehren treffen sich in diesem Jahr am 13. Juni zum Crosslauf in Jarchau. Das Sportfest soll am 7. November stattfinden. "Nach einem geeigneten Austragungsort suchen wir noch", sagte Rieger.

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