Nach knapp einem Jahr ohne zuständigen Förster hat das Revier Arneburg wieder einen Leiter: Josef Schönhofer. Der Bayer ist mit seinen 34 Jahren der zweitjüngste Revierförster der Landesforstverwaltung.

Arneburg l Nachdem im April vorigen Jahres Revierförster Hans-Karl Zimper in den Ruhestand ging, blieb die Arbeit im Revier Arneburg zunächst an den Kollegen der angrenzenden Reviere hängen. Seit 6. März hat des Revier Arneburg endlich wieder einen eigenen Förster. Josef Schönhofer aus dem bayerischen Kreis Passau ist in die Altmark gekommen. Bei 38 Bewerbern für dieses Revier machte er das Rennen.

Bereits am zweiten Tag seiner Dienstzeit stellte er sich bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Stendal den Waldbesitzern vor. In Arneburg hat er nun ein Büro im Verwaltungsgebäude bezogen. Dort begrüßte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Eike Trumpf (CDU) am Montagnachmittag den neuen Revierleiter. Ihn stellten Katja Döge, Forstamtsleiterin des Forstamtes Nordöstliche Altmark, und Ute Matthies, Vorsitzende der FBG Stendal, vor. Wie sie erklärten, werde Hans-Karl Zimper seinen Nachfolger einarbeiten und ihm die örtlichen Gegebenheiten näher bringen.

Anders als im bayerischen Wald wird es Schönhofer in der Altmark hauptsächlich mit Kiefern zu tun haben. "Außerdem sind die klimatischen Verhältnisse hier extremer. Es ist hier trockener und der Boden ist nährstoffärmer", erklärt der Revierförster. Wie er erläutert, sei in der Altmark auch ein höherer Befall mit Forstschädlingen zu verzeichnen. Für die Herausforderungen ist Schönhofer gewappnet. Ganz ohne Vorkenntnisse wird er nämlich nicht in die altmärkischen Wälder gehen. Bereits während seiner Ausbildung arbeitete er in einem Kiefernforstbetrieb.

Dieser Tage besichtigt er Wohnungen in Arneburg. Zunächst wird er allein in der Altmark leben, hofft aber, dass seine Lebenspartnerin bald folgt. Gefallen werde es ihr in der Altmark sicher, schließlich wird die passionierte Reiterin in dieser Region des Pferdetourismus` dazu genügend Gelegenheiten finden.

Zuständig ist Schönhofer für die Gemarkungen Arneburg, Staffelde, Hämerten, Tangermünde, Heeren, Eichstedt, Miltern, Lindtorf, Groß Schwechten, Neuendorf am Speck, Hassel, Sanne, Beelitz, Wischer und Langensalzwedel. Er betreut dabei bis zu 450 Waldbesitzer von Privat- und Kommunalwald. Zu seinen Aufgaben zählen der hoheitliche Forstschutz sowie vorbeugender Brandschutz. Das Revier Arneburg umfasst 1700 Hektar. Allein 1600 Hektar gehören zur FBG Stendal. Die gesamte FBG umfasst 2600 Hektar, auf den im vorigen Jahr 7000 Festmeter Holz geschlagen wurden.

Schönhofer ist im Arneburger Verwaltungsamt montags von 14 bis 17 Uhr anzutreffen oder telefonisch unter 0172/395 61 40.

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