Stendal (ge) l Die Mitglieder des Schul-, Sport- und Kulturausschusses waren am Dienstag nicht die ersten, die über den geänderten Entwurf des kreislichen Haushaltsplans diskutierten. Bekanntlich hat das Landesverwaltungsamt die Genehmigung des im Dezember vom Kreistag schon einmal beschlossenen Haushalts für 2015 aufgrund der Minusbilanz (4,8 Millionen Euro) und nicht ausgeschöpfter Einnahmereserven abgelehnt. Zwar hat der Landkreis dagegen Einspruch eingelegt, muss aber dennoch den Haushaltsplan mit dem Ziel überarbeiten, das Minus auszugleichen.

So steht nun unter anderem die Forderung des Landesverwaltungsamtes im Raum, sowohl bei der Kreisvolkshochschule als auch bei der Kreismusikschule "die finanzielle Situation zu verbessern". Der Vorschlag aus der Hallenser Aufsichtsbehörde: Reduzierung der Angebote.

Ein Satz, der sich seit sechs Jahren in jeder Stellungnahme der Aufsichtsbehörde zum Kreishaushalt finde, reagierte der stellvertretende Landrat Denis Gruber (SPD) gegenüber unserer Redaktion darauf. Nein, über eine Angebotsreduzierung werde weder für die Kreismusikschule noch für die Kreisvolkshochschule nachdedacht, so Gruber weiter, wohl aber über eine eventuelle Erhöhung der Gebühren in beiden Einrichtungen. Näheres dazu müsse erst noch besprochen und beraten werden.