Schönhausen (asr) l Im Schönhauser Bismarck-Park werden jetzt die letzten Bäume gefällt. Das Gelände, das zum ehemaligen Bismarckschen Gut gehört und an das Museum und die Kirche angrenzt, hatte im Juni 2013 unter Wasser gestanden. Etliche der großen Bäume, die schon zu Lebzeiten Otto von Bismarcks gewachsen sind, hatten das lange Stehen im Wasser nicht verkraftet und sind umgekippt. Die offensichtlich nicht mehr standsicheren Bäume, die auch eine Gefahr für angrenzende Grundstücke darstellten, sind gleich gefällt worden. Ein Gutachter hatte sich alle Linden, Kastanien, Eichen, Robinien und Eschen angesehen und die markiert, die nun dieser Tage von einer Firma aus Lübbenau gefällt werden. Rund 200 sind von der Kettensäge zu Fall gebracht worden. Morgen werden die Arbeiten abgeschlossen, dann müssen nur noch die Stubben beseitigt werden.

Da es sich um eine historische Parkanlage handelt, begleitet der Denkmalschutz das Projekt, auch der Naturschutz hat ein Wörtchen mitzureden. Ein paar wenige der abgestorbenen Bäume sind stehengeblieben, weil sich in ihnen Fledermaus-Unterschlüpfe befinden.

Für das Fällen hat es eine Teilzusage für Wiederaufbaumittel nach der Flut vom Landesverwaltungsamt gegeben. Weitere Sanierungsmaßnahmen und auch Wiederaufforstungen sind nötig, dafür sind aber umfangreiche Planungen erforderlich.

Im Herbst muss sich erneut ein Gutachter die Bäume ansehen. Denn erst nach dem Sommer wird sich zeigen, ob tatsächlich alle grün werden.

Der Park ist seit der Flut gesperrt - zum Bedauern der Dorfbewohner und der Touristen. Wenn die Fällaktion abgeschlossen wird, kann er zumindest in einigen Bereichen wieder betreten werden.