Von Donald Lyko

Stendal l Um einen Mediziner dafür zu begeistern, sich in Stendal oder der Altmark als Hausarzt niederzulassen, müssen mehrere Dinge stimmen. Eine entsprechend eingerichtete Praxis und ein solider Patientenstamm allein reichen da oft nicht aus. Auch das Umfeld ist entscheidend, gerade wenn der Arzt mit Familie kommt oder eine gründen möchte.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt sucht sich darum Partner. Einer ist die Hansestadt Stendal, mit der derzeit eine Kooperationsvereinbarung vorbereitet wird. Die Kommune bekennt sich damit dazu, die Ansiedlung neuer Ärzte zu unterstützen, unter anderem indem Kita-Plätze für die Kinder zur Verfügung stehen.

Fortbildungsveranstaltung immer Ende März

Über diesen geplanten Kooperationsvertrag informierte Dr.Jörg Böhme, Vorstandsmitglied des Hausärzteverbandes Sachsen Anhalt und Allgemeinmediziner in Stendal, am Dienstag während eines Hausärztetages im Hotel "Schwarzer Adler". Es war der 54. Thementag für Hausärzte und Arzthelferinnen, den der Landesverband organisiert hatte. In Stendal fand er zum achten Mal statt. Etwa 60 Ärzte und Praxismitarbeiter aus der Region hatten die Einladung angenommen. "Immer Ende März findet diese Fortbildungsveranstaltung über wichtige fachliche Themen in Stendal statt. Auch die Nachwuchsgewinnung ist Thema", erklärte Dr.Jörg Böhme.

Der medizinische Nachwuchs ist ohnehin ein Hauptthema in der Arbeit des Hausärzteverbandes. Darum organisiert der Verband einen Wandertag für Medizin-Studenten der Magdeburger Universität nach Stendal. Am 6. Mai werden die Studenten höherer Semester die Hansestadt besuchen und sich unter anderem eine Hausarztpraxis anschauen. Die Veranstalter rechnen mit etwa 45 Teilnehmern. Das Ziel: die Altmark bekannt zu machen als Region für die spätere berufliche Tätigkeit.

Wie schon bei den anderen Hausärztetagen gab es auch am Dienstag für die Teilnehmer Informationen auf unterschiedlichen Gebieten. So gehören meist ein juristischer Teil und ein fachlicher Teil dazu, für die Gastredner von verschiedenen Universitäten begrüßt werden. Diese Fortbildungsveranstaltung nutzt auch die Kassenärztliche Vereinigung, um über Aktuelles zu berichten. Als Gast sprach Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) ein Grußwort.