Stendal (ta) l Einst war die Ogema ein wichtiger Produktionsstandort in Stendal. Knapp 900 Menschen haben hier gearbeitet, vorwiegend Frauen. Mit der politischen Wende kam auch das Aus für die Obst- und Gemüsefabrik.

Für die Volksstimme-Serie "Vergessene Orte" hat die Ogema noch einmal ihre Türen geöffnet. Was sich dem Besucher zeigt, sind großen Räumen, die dem Verfall preisgegeben sind, aber dennoch die Geschichte der Fabrik beispielhaft erzählen, weil viele Artefakte noch erhalten beziehungsweise erkennbar sind.

Die Mengen an Obst und Gemüse, die hier verarbeitet wurden, stammten aus der altmärkischen Landwirtschaft. 13 Konservenfabriken gab es um 1930 in der Altmark, fünf allein im Landkreis Stendal: je eine in Arneburg, Tangermünde und Bismark, zwei in Stendal. Der GEG-Betrieb, aus dem später der VEB Ogema Stendal hervorgegangen ist, war der modernste. Nach 1945 wurde ein Großteil der Technik der Sowjetunion als Reparationszahlung überlassen.