Der Weißewarter Detlef Radke wird von den CDU-Ortsverbänden aus dem Wahlkreis Genthin-Tangermünde-Tangerhütte erneut in das Rennen um ein Landtags-Direktmandat geschickt. Der Tangermünder Steffen Buddy und der Tangerhütter Werner Jacob waren nach der Wahl am Montagabend die Unterlegenen.

Tangermünde l Erst einmal musste sich Detlef Radke bei der Bewerbung um ein CDU-Direktmandat gegen eine Konkurrentin durchsetzen. Das war vor Beginn seiner Landtagskarriere 2002. 2006 und 2011 stand er ohne Gegenkandidaten im Ring. Nun strebt der Weißewarter Ortsbürgermeister, auch Mitglied des Stendaler Kreistages und des Tangerhütter Stadtrates, seine vierte Legislaturperiode in Magdeburg an. Ganz so einfach wie zuvor sollte es für den 58-Jährigen am Montagabend im Tangermünder Grete-Minde-Saal aber nicht werden. Sowohl der Tangermünder Steffen Buddy als auch der Tangerhütter Werner Jacob machten Radke den Posten streitig.

Die Wahl fiel aber eindeutig zugunsten des Weißewarter Landwirts aus. Mit 60 von 90 Stimmen hatte er zwei Drittel der anwesenden CDU-Mitglieder hinter sich. Als der Wahlabend begann, wurden übrigens nur 77 Stimmberechtigte gezählt.

Genthiner standen vor umgestürztem Baum

13 Christdemokraten aus dem Genthiner Ortsverband trafen erst später ein. Sie mussten warten, bis die Feuerwehr bei Redekin einen vom Sturm umgestürzten Baum von der Straße geräumt hatte. Wahlberechtigt waren alle CDU-Mitglieder, die im Wahlkreis Genthin-Tangermünde-Tangerhütte wohnen.

Radke, seit 25 Jahren CDU-Mitglied, punktete mit der Bilanz als Mandatsinhaber. Er zählte zahlreiche Infrastrukturprojekte auf, die unter anderem durch seine Initiative in der Region verwirklicht wurden oder noch verwirklicht werden. Arbeitete er einst im Landwirtschaftsausschuss, vertritt er seine Partei nun auf Landesebene im Finanzausschuss. Dort wolle er sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass der Hochwasserschutz vorangetrieben, die A14 gebaut und die Lebensverhältnisse im ländlichen Raum verbessert werden. Radke betonte außerdem, dass seit 2011 fast das gesamte Landeskabinett seinen Wahlkreis besucht habe.

Der Tangermünder Steffen Buddy, mit 36 Jahren der jüngste der drei Kandidaten, die alle in der Region verwurzelt sind, konnte mit nur 21 Stimmen seinen Heimvorteil nicht nutzen. Nach 13 Jahren bei der Kreissparkasse wechselte der Bankkaufmann vor zwei Jahren in die freie Wirtschaft. Als Betriebsleiter des Tangermünder Standortes des mittelständischen Unternehmens Sturm sei er nun verantwortlich für 111 Mitarbeiter. In dieser Funktion sei es ihm in der Vergangenheit gelungen, unter Nutzung der Fördermöglichkeiten des Landes mehrere Millionen Euro in Tangermünde zu platzieren. Buddy warb aber nicht nur mit seinem Wissen im Bereich Finanzen, sondern auch mit seinen Erfahrungen auf dem Gebiet der Sicherheit. So sei er seit seinem elften Lebensjahr in der freiwilligen Feuerwehr engagiert, wo er mittlerweile führende Positionen innehabe.

Neun Stimmen blieben für den 59-jährigen Schausteller Werner Jacob aus Tangerhütte. Seit wenigen Wochen führt er die CDU-Ortsgruppe und er sitzt gemeinsam mit Radke in der selben Stadtratsfraktion. Jacob machte auf die Themen aufmerksam, durch die Kommunen künftig vor neuen Herausforderungen stehen, dazu gehörten Integration und demografischer Wandel genauso wie Umwelt und Wirtschaft. Eine seiner Forderungen war, dass Kommunen auch künftig so viel Spielraum haben müssten, dass sie wichtige freiwillige Aufgaben noch erledigen können.

 

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