Nach Ostern soll es mit den umfangreichen Bauarbeiten an der Heerener Straße losgehen. Als Bauzeit sind acht Monate vorgesehen, in dieser Zeit gibt es einige Verkehrsänderungen.

Stendal l Für den 8. April ist eine Bauanlaufberatung geplant, um Details zu klären. Danach soll es dann richtig losgehen an der Heerener Straße, die auf einer Länge von 843Metern ausgebaut wird und damit zu einer der größten Baustellen innerhalb Stendals in diesem Jahr wird. Die Arbeiten beginnen an der Abfahrt zur Industriestraße, das Bauende ist auf Höhe des Mitsubishi-Autohauses. Für die Bauanlaufzeit sind zwei Wochen vorgesehen, in dieser Zeit wird die Baustelle eingerichtet.

Landesbaubetrieb ist federführend

In der ersten Bauphase - sie soll bis etwa 23. Mai dauern - wird die Fahrbahn auf der östlichen Seite verbreitert und damit eine Baustraße geschaffen, über die der Verkehr stadtauswärts die Heerener Straße nutzen kann. Während der gesamten Bauzeit wird bei halbseitiger Sperrung der Straße nur diese Richtung befahrbar sein. Der Verkehr in Richtung Stadt wird über die Industriestraße und den Hohen Weg umgeleitet. In der zweiten und der dritten Bauphase werden dann beide Straßenseiten mit den jeweiligen Nebenanlagen gemacht, dabei wird auch die Baustraße zurückgebaut.

Auf der östlichen Seite wird ein drei Meter breiter, gemeinsamer und durchgehender Rad- und Gehweg angelegt. "Er bekommt später eine Anbindung an den Radweg nach Heeren", sagte Georg-Wilhelm Westrum, Leiter des Amtes für Stadtumbau und Sanierung, am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung für Anwohner und Anlieger. Auf der westlichen Seite soll auf einer Länge von 230 Metern ein zwei Meter breiter Gehweg entstehen.

Federführend bei der Baumaßnahme ist der Landesbetrieb Bau, Niederlassung Nord, denn die Heerener Straße ist als Landesstraße klassifiziert. Partner sind die Stadt für die Nebenanlagen, die Stendaler Stadtwerke für neue Trinkwasserleitungen auf der gesamten Ausbaulänge und neue Stromleitungen sowie die Abwassergesellschaft Stendal für eine Erweiterung der Entsorgungsanlagen. Insgesamt soll die Maßnahme etwa 2,6 Millionen Euro kosten, von denen die Hansestadt Stendal knapp 797000 Euro trägt.

Knotenpunkte sollen später Kreisel werden

Die Zufahrten zu den Grundstücken sollen weitgehend genutzt werden können, zum Milchwerk, auch zu den Autohäusern und zum Discounter werden die Auffahrten offen gehalten. Die Autowaschanlage nahe der Abfahrt zum Hohen Weg liegt noch außerhalb der Baustelle. Die Bushaltestellen werden weitgehend an den jetzigen Standorten bleiben. An der Einmündung Hoher Weg soll eine provisorische Haltestelle eingerichtet werden.

Eine straßenbegleitende Bepflanzung ist nicht vorgesehen. Einerseits wegen der diversen Leitungen, die im Boden verlegt werden, andererseits wegen des Grabens auf der einen Seite. Ein Teil des Grabens wird aber auch verrohrt.

Bei den Bauarbeiten in diesem Jahr sind die Kreuzungsbereiche der Heerener Straße zum Hohen Weg und zur Industriestraße nicht enthalten. An beiden Stellen ist ein Kreisverkehr vorgesehen. Wegen der Umleitung werden diese Knotenpunkte später als separate Maßnahmen in Angriff genommen.