Ein Integratives Servicecenter, der Einbau eines Blockheizkraftwerkes sowie die Weiterentwicklung der Infrastruktur sind Schwerpunkte im Baugeschehen der Salus gGmbH in Uchtspringe. Mit der Realisierung dieser Maßnahmen wird im Frühjahr begonnen.

Uchtspringe l "Das Investitionsgeschehen im Salus-Fachklinikum Uchtspringe nimmt im beginnenden Frühjahr erneut Fahrt auf", fasst Franka Petzke, Salus-Pressesprecherin, die anstehenden Baumaßnahmen in Uchtspringe zusammen. Nachdem im Dezember 2014 mit der Baufeldfreimachung für den Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie begonnen wurde (wir berichteten), stehen drei weitere Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von mehr als 4,6 Millionen Euro auf dem Programm.

Investiert wird in den Aufbau eines Integrativen Servicecenters (ISc) mit Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen. Es ist als neuer Dienstleistungsbereich für den gesamten Salus-Verbund mit seinen insgesamt 14 Standorten in Sachsen-Anhalt konzipiert. Bis zum Jahresende sollen Voraussetzungen geschaffen werden, um unter anderem die Salus-weite Telefonzentrale sowie den Knotenpunkt zur Bearbeitung, Digitalisierung und Archivierung von Postverkehr und Akten einzurichten. Außerdem ist ein moderner Empfangs- und Informationspunkt für die in Uchtspringe ansässigen Einrichtungen geplant. Zukünftig ist auch das Verwaltungsgebäude über das ISc barrierefrei zugänglich. Derzeit laufen die Arbeiten an den Fundamenten.

Das ISc wird zwölf Arbeitsplätze bieten, sechs neue davon für schwerbehinderte Menschen. Im Zuge der Investition mit einem Volumen von zwei Millionen Euro wird auch das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude modernisiert und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Um die erforderliche Baufreiheit zu schaffen, ziehen die Mitarbeiter, auch Klinikleitung und Patientenverwaltung Ende April vorübergehend aus. Ausweichquartier ist das Haus 20. Die Sparkassen-Filiale weicht auf einen Bürocontainer aus. Soweit alles planmäßig läuft, kann das Haus 1 noch in diesem Jahr neu bezogen und das ISc Uchtspringe als Einrichtung der Salus-Integra eröffnet werden.

Weiterer Ausbau der Infrastruktur in Uchtspringe

Der zweite Bauabschnitt zur Infrastrukturentwicklung in Uchtspringe umfasst ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro. Baubeginn ist in diesem Monat. Die Arbeiten dauern etwa drei Jahre an. Erneuert werden Straßen, Wege, Beleuchtungsanlagen, Regen- und Schmutzwasserleitungen in der Emil-Kraepelin-Straße am Verwaltungsgebäude bis zu den Häusern 14/23. In die Maßnahme einbezogen ist ein Straßenabschnitt zum geplanten Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Bauarbeiten gehen mit umfassenden Neuanpflanzungen einher. Beispielsweise sind über 1500 Quadratmeter Rasenfläche anzulegen und 21 Bäume zu pflanzen. Ersetzt werden auch jene Alleebäume, die aufgrund ihrer schlechten Vitalität gefällt werden mussten.

Der erste Bauabschnitt wurde bereits im Juli vorigen Jahres begonnen und ist voraussichtlich im Mai abgeschlossen. Einbezogen sind die Eugen-Bleuler-Straße, ein Teil der Emil-Kraepelin-Straße sowie der Bereich des Regenwasserkanals auf dem Wirtschaftshof.

Einbau eines Blockheizkraftwerkes

Die Strom- und Wärmegewinnung soll künftig selbstständig und wirtschaftlicher erfolgen. Dazu wird bis September ein Blockheizkraftwerk gebaut. "Die Modernisierung zum jetzigen Zeitpunkt steht im Zusammenhang mit dem Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie", erklärt Petzke, denn: "Seit Inkrafttreten der novellierten Energieeinsparverordnung im Jahr 2014 gibt es strengere energetische Anforderungen an einen Neubau, deren Einhaltung nachgewiesen werden muss. Das ist durch den Einbau des Blockheizkraftwerks in Uchtspringe möglich." Fachleute gehen davon aus, dass sich die Investition in Höhe von gut einer Millionen Euro in zirka drei bis vier Jahren amortisiert habe.

"Das sind Meilensteine in der Standortentwicklung", sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow. Gesteuert werden die Projekte durch Immobilienmanagement und Bau der Salus-Service. Aus Sicht von Verwaltungsleiterin Gundula Kölsch stellt das Baugeschehen eine Herausforderung dar: "Wir sind im Umgang mit solchen Projekten zwar geübt, aber die Vielfalt ist derzeit besonders groß. Für die damit verbundenen Einschränkungen, zum Beispiel in der Verkehrsführung auf dem Klinikgelände, hoffen wir auf das Verständnis der Patienten, Mitarbeiter, Anwohner und Besucher."