Stendal (bty) l Alle Krankheiten überwunden - am Donnerstag hat "Vatertag" im Kleinen Haus des Theaters Premiere gefeiert. Mit fast einem Monat Verspätung.

Vier Männer treffen in einer Kneipe aufeinander. Sie trinken, reden, spielen Dart und warten auf Jaqueline. Die soll nämlich zu vorgerückter Stunde mit einer "einwandfreien Burlesque-Show" zum "Herrentag" auftreten. So hat es Kneipier Uwe jedenfalls versprochen. Viel mehr Handlung gibt es nicht in dieser Inszenierung von David Lenard. Und das tut auch nicht Not, denn stattdessen gibt es viel Musik.

Die vier Schauspieler Michael Magel, Andreas Müller, Frank Siebers und Volker Wackermann singen sich durch den Abend. Meist sind es äußerst amüsante, die Liebe, die Ehe und andere romantische Tücken aufs Korn nehmende Lieder. Ausstatter Mark Späth hat geschickt ein Klavier in den Kneipentresen eingebaut, so dass Jakob Brenner als Wirt Uwe sowohl einschenken, als auch in die Tasten greifen kann und auch singt.

Das Publikum amüsiert sich über Georg Kreislers "Mein Weib will mich verlassen... Gott sei Dank!", "Ich habe zu viel Angst vor meiner Frau" von Otto Reutter oder Bodo Wartkes "Ja, Schatz!" Die Liste der Lieder ist lang. Neben Lustigem enthält sie auch hoffnungslos Romantisches wie "Man müsste noch mal zwanzig sein" - in den Fünfzigern ein Gassenhauer, gesungen von Willy Schneider. Dieser "Liederabend ohne Mama", wie es im Programmheft heißt, bietet eine recht große Bandbreite. Erfrischend von den fünf Männern auf der Bühne dargeboten. Leichte, amüsante Unterhaltung. Nicht zu vergessen: Zum Ende hin tritt Jaqueline auf!

Das Premierenpublikum spendete nach rund zwei Stunden kräftig Applaus und verlangte natürlich eine musikalische Zugabe.

Weitere Vorstellungen: Sonntag, 10. Mai, und Donnerstag, 14. Mai, jeweils um 18 Uhr im Kleinen Haus.