Frank Bräuer ist der neue Präsident der Rochauer Carnevals Gemeinschaft (RCG). Nach zwölf Jahren legte Rolf Klees das Zepter aus der Hand. Auch Elferratsmitglieder wurden während der Vollversammlung am Freitag neu gewählt.

Rochau l 34 Jahre lang war Rolf Klees Mitglied in der RCG. Angefangen hat er im Männerballett. Seit 23 Jahren war ist im Elferrat tätig und war davon zwei Jahre Vorsitzender der RCG. Während der vergangenen zwölf Jahre fungierte er als Präsident der RCG. Nun war es sein Wunsch, das Zepter zu übergeben und in den karnevalistischen Ruhestand zu gehen. Während der Vollversammlung wurde er zum Ehrenpräsidenten gekürt und bekam den Ehrenorden, den er lebenslang tragen wird. Dem Verein steht er weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Klees` Nachfolger ist Frank Bräuer. Er ist seit 2007 aktives Mitglied der RCG und begleitete zunächst fünf Jahre lang die Aktiven als Zackmann auf die Bühne. Seit 2009 begeisterte er mal als Erwin und auch als Erna Kartuschke mit seinen Büttenreden das Publikum. Dem Elferrat gehört er seit 2011 an. Er war bislang Vizepräsident und Verantwortlicher für die Büttenreden. Sein Motto: ,,Was man gern macht, macht man gut".

Auch im Elferrat gab es einen Wechsel. Martin Riep, seit 50 Jahren aktives Mitglied und Verantwortlicher der Saalwache, Holger Lühr, viele Jahre Verantwortlicher für die Sänger und Sängerinnen, sowie Rolf Scheinert, der den Kartenverkauf organisierte, schieden aus dem Elferrat aus. Die Karten für die kommende Saison wird sein Sohn Thomas Scheinert ans Publikum bringen. "Den ausgeschieden Elferratsmitgliedern und dem nun ehemaligen Präsidenten gilt ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit", erklärt Bräuer.

,,Was man gern macht, macht man gut"

Frank Bräuer, RCG-Präsident

In den Elferrat nachgerückt, sind Tino Winkelbauer und Steven Großpietsch. Tino Winkelbauer war Prinz der diesjährigen Jubiläumssession. Er wird sich in Zukunft vorrangig um die Funken kümmern. Steven Großpietsch stand schon als Kind im Rochauer Kinderkarneval in der Bütt. Später tanzte er im Männerballett und brachte das Publikum mit seinen Sketchen, insbesondere als Rolf Herricht, zum Lachen. In seiner neuen Position wird er sich vor allem um die Büttenredner kümmern.

Büttenreden und Sketche sollen auch beim Rochauer Kinderkarneval wieder stärker in den Fokus rücken, daher organisierten Vereinsmitglied bereits Freitagnachmittag erstmalig eine Kinderbüttenwerkstatt. "Rochau hatte über die Jahre immer einen guten Kinderkarneval, zu dem auch Büttenreden und Sketche gehörten. In letzter Zeit sind diese aber in den Hintergrund getreten", berichtet Bräuer. Die Kinder sangen oder tanzten lieber in Gemeinschaft. Gesang und Tanz wurde schließlich auch in Kita, Schule oder Verein einstudiert. In der jüngsten Session brachten drei Mädchen als Schulklasse wieder einen Sketch auf die Bühne. "Das wollen wir beleben", bringt es Bräuer auf den Punkt. Gemeinsam mit Eva-Maria Riep, David Riep, Verantwortlicher für den Kinderkarneval, Jenny Packebusch und Steven Großpietsch organisierte er die Kinderbüttenwerkstatt. Neun Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren folgten der Einladung. In kleinen Arbeitsgruppen stellten sie Sketche und Reden für die Bütt zusammen und probten. Zwei bis drei weitere Treffen sollen bis zur nächsten Session noch stattfinden, so Bräuer.

Den Eltern spielten die Kinder am Freitag ihre jeweiligen Parts schon vor. Da die Begeisterung der Kinder so groß war, werden schon zur 777 Jahrfeier in Rochau im Juni die ersten Sketche vorgeführt und eine lustige Rede vorgetragen.

Im Juli unternimmt die RCG eine Sommerfahrt nach Schierke. Dort ist neben der Werksbesichtigung des Schierker Feuerstein die Teilnahme am Wasserkistenrennen angemeldet. Nach den Sommerferien wird es ein Kinderfest der RCG geben .

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