Mit einem Tag der offenen Tür hat die Freiwilligen-Agentur Altmark am Dienstag ihre Arbeit und ihre Projekte vorgestellt. Unter anderem wurde für den zweiten Freiwilligen-Tag geworben, der im September stattfindet.

Stendal l Vier Teile hat das Puzzle, in vier unterschiedlichen Farben. Die vier Teile sind zusammengesteckt, aber nach allen Seiten gibt es die Möglichkeit, weitere Elemente anzufügen. Und damit sagt der Puzzleausschnitt, das offizielle Logo der Freiwilligen-Agentur Altmark, schon aus, was der Verein will: verbinden, vernetzen, die Menschen zusammenbringen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, den Menschen Hilfe bieten, die sie benötigen. Wie das schon sehr gut funktioniert, erfuhren die Besucher des Tages der offenen Tür, zu der die Agentur ins Vorderhaus des Jugendfreizeitzentrums "Mitte" - dort hat der Verein sein Büro - eingeladen hatte. Mit dem Aktionstag beteiligte sich die Agentur an der ersten Demografie-Woche Sachsen-Anhalt.

Mit Schautafeln, Plakaten, Presseausschnitten und im persönlichen Gespräch berichteten Marion Zosel-Mohr und Anke Große über die laufenden Projekte, aber auch Partner vom Lokalen Bündnis für Familie im Landkreis Stendal und vom Verein Kinderstärken nutzten das Treffen, um über Erfahrungen zu erzählen. Die zum Beispiel mit dem Schulbegleitdienst ("Läuferprojekt"), mit der Hausaufgabenhilfe in der Gemeinschaftsunterkunft und mit dem Projekt Generationsbrüche Deutschland, in dem es um gemeinsame Aktivitäten von Kinder- und Seniorentagesstätten geht.

Zudem läuft das Demografieprojekt "Leben mit Familienanschluss", ein Gastfamilienprojekt für die ostdeutschen Bundesländer. Es geht darum, dass ältere und/oder pflegebedürftige Menschen in Familien aufgenommen werden und nicht in ein Pflegeheim müssen. Bisher hätten sich 25 interessierte Familien aus dem Landkreis Stendal gemeldet, informierte Marion Zosel-Mohr, aktuell wird das Modell in fünf Familien praktiziert.

Familienpaten und mehr

Von der Freiwilligen-Agentur werden außerdem die Familienpaten betreut, der Verein Kinderstärken ist dabei Partner. Die Paten engagieren sich dabei vielfältig: Sie helfen bei Behördengängen, bieten den Kindern Freizeitangebote, unterstützen bei Alltagsentscheidungen und geben praktische Tipps für die Haushaltsorganisation. Die Paten werden entsprechend ausgebildet, um direkt in ihrer Nachbarschaft Beratungsangebote, zum Beispiel in Familien mit Problemsituationen, machen zu können.

Den gestrigen Tag der offenen Tür nutzten auch andere Vereine und Gruppen, die ihre Büros ebenfalls im JFZ-Vorderhaus haben, um sich zu präsentieren, darunter der Stadtseniorenrat und der Kreis-Kinder- und Jugendring. Am Nachmittag wurde im Saal des Jugendfreizeitzentrums das TdA-Klassenzimmerstück "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier" gezeigt.