Zum zweiten Mal trafen sich in Stendal-Borstel die Freunde lauter Motoren und quietschender Reifen. Beim 20. Internationalen VW-Treffen ging es aber um mehr als das, nämlich um den heimlichen Wettbewerb um das coolste Auto und um eine alte Feindschaft.

Stendal l Man kann sie riechen, hören und erst einige Zeit später auch sehen - aufgemotzte Fahrzeuge, alle vom Typ VW, die sich auf dem Gelände des Flugplatzes Stendal-Borstel versammelt haben. Es riecht nach Diesel und Benzin und sonst schlagen einem röhrende Motorengeräusche und jede Menge tiefe Bässe entgegen. Keine Frage, hier haben sich jede Menge aufgemotzte, Entschuldigung, getunte Volkswagen versammelt, die gegenseitig um Schönheit, Coolness und PS-Stärke buhlen.

Verkehrstauglichkeit spielt keine Rolle

Mit dabei: natürlich ihre, im positiven Sinne gemeint, verrückten Besitzer, die ihren Fahrzeugen so einiges abverlangen, das Gaspedal durchtreten, dass die Reifen qualmen, ihnen kurzerhand das Dach oder jeden noch so kleinen Platz im Auto nutzen, um ihn mit Bassrollen zu füllen und ihr Fahrzeug so zu einer fahrenden Disko umfunktionieren. Ob das alles verkehrstauglich ist, davon ist hier keine Rede. Muss auch nicht, denn beim 20. Internationalen VW-Treffen, geht es nicht um Verkehrstauglichkeit, sondern darum, gesehen zu werden und sich bei den anderen den ein oder anderen Trick abzugucken.

Matthias Wölk, der das Treffen ausrichtet, freut sich über das rege Interesse der Teilnehmer. Knapp 5000 Gäste kamen zusammen, knapp 2000 mehr als im letzten Jahr. 2500 Fahrzeuge hatten sich angemeldet. "Es ist toll, wenn so viele Gleichgesinnte zusammenkommen und Spaß miteinander haben", so der Veranstalter. Highlight des Wochenendes war übrigens ein Feuerwerk, mit dem die Gäste am Freitagabend begrüßt worden, und ein Panzer, der über mehrere, ausgediente Fahrzeuge hinwegfuhr. Natürlich keine VW, sondern "feindliche Automarken", so Wölk.

Größter "Feind" von VW ist übrigens die Marke Opel. Warum eigentlich? "Ich habe keine Ahnung" sagt Wölk und muss lachen. "Vielleicht kommt das aus der Zeit, als viele Jugendliche sich mit dem Führerschein entweder einen VW oder einen Opel gekauft haben. Es gab eine Zeit, da waren es hauptsächlich diese Marken, die man sich leisten konnte. Daraus ist wohl diese Konkurrenz entstanden." so Wölk.

Wie dem auch sei, die Konkurrenz der Gleichgesinnten auf dem VW-Treffen war eher von der sportlichen Art, ob beim Wettbewerb um das coolste Auto oder beim Viertel-Meilen-Rennen. Es ging vor allem um das gemeinsame Hobby das Herumbasteln an seinem Liebling, sei es nun ein Golf, ein Audi, ein Sharan oder ein Polo. Hauptsache über allem steht "VW".

Mehr Bilder gibt es unter: www.volkstimme.de/vwborstel15

   

Bilder